1044 Freiwillige haben sich an diesen beiden Tagen zur Verfügung gestellt und die Feiernden in 1770 Fahren kostenlos in deren Autos nach Hause gebracht, wie Nez Rouge am Dienstag mitteilte. Seit dem ersten Dezember standen 6282 Freiwillige im Einsatz, die rund 20'500 Personen von einer Feier abholten und zuhause ablieferten.

Mit Abstand am beliebtesten ist das Angebot in der Region Aargau. Dort wurden sowohl die meisten Fahrten gemacht (1392) also auch am meisten Personen begleitet (3747), am meisten Kilometer zurück gelegt (69'772) und es waren am meisten Freiwillige im Einsatz (878). Am zweitmeisten wurde das Angebot im Jura genutzt, am wenigsten im Graubünden.

Die Unterschiede haben aber weniger mit dem Trinkverhalten als vielmehr mit dem Fahrdienst-Angebot zu tun. Im Kanton Aargau zum Beispiel sind die Nez Rouge-Chauffeure praktisch den ganzen Dezember über unterwegs, in anderen Kantonen nur an den Wochenenden, in der Woche vor den Festtagen und an den Feiertagen selber.

Am häufigsten wurde das Angebot am Woche vor dem Weihnachtsfest genutzt: Am 15. und 16. Dezember zählte Nez Rouge 2563 Fahrten und 4962 Begleitete.

Weihnachten mit Nez Rouge

Weihnachten mit Nez Rouge (Tele M1-Beitrag vom 25. Dezember 2017)

Die Mitarbeiter von Nez Rouge schauen auch an den Feiertagen, dass alle sicher nach Hause kommen. Wir haben ein Team begleitet.

Drei Freiwillige für eine Fahrt

Die Teams von Nez Rouge fahren jeweils zu dritt in einem Auto von Nez Rouge zum wartenden Kunden. Dort angekommen fahren zwei Personen den Kunden in seinem Auto nach Hause. Einer fungiert als Fahrer, der andere als Begleitperson und "Teamsekretär".

Die dritte Person folgt ihnen im Auto von Nez Rouge zum Zielort. Anschliessend bringt sie die beiden Kollegen zurück zur Zentrale oder fährt sie zum nächsten Einsatz. Die Teams von Nez Rouge sind noch bis am Neujahrstag unterwegs.

Der Fahrdienst Nez Rouge besteht seit 1990 und wird mittlerweile schweizweit betrieben. Seit der Gründung hat Nez Rouge fast 200'000 Fahren gemacht und über 400'000 Personen begleitet. 145'312 Freiwillige legten dafür 7'778'455 Kilometer zurück.

Ziel der Aktion ist es, die Anzahl Verkehrsunfälle zu verringern, die wegen Lenkens in fahruntüchtigem Zustand verursacht werden. Die Organisation ist nicht gewinnorientiert.