Damit komme Spanien in den Jahren 2014 und 2015 auf eine Million neue Jobs, sagte der konservative Regierungschef der staatlichen Nachrichtenagentur Efe. Dies sei bei 4,4 Millionen gemeldeten Arbeitslosen noch unzureichend.

Spanien habe jedoch mit dem Ende der Krise eine Trendwende erreicht. Es würden keine Arbeitsplätze mehr zerstört. "Wir haben das Schlimmste hinter uns gebracht", sagte Rajoy. Der Regierungschef geht davon aus, dass die spanische Wirtschaft 2014 ein Wachstum von 1,4 Prozent erzielt habe und 2015 um wenigstens 2,0 Prozent wachsen werde.

Der Motor des Wachstums ist nach Angaben des Statistikinstituts INE die Binnennachfrage. Deren Anstieg beruhe allerdings zu einem Teil darauf, dass die Spanier die Scheu abgelegt hätten, Schulden zu machen, berichtete die Zeitung "El País" am Sonntag.

Die Ausgaben der spanischen Familien seien zuletzt deutlich stärker gestiegen als die Einnahmen. Nach den jüngsten INE-Statistiken hatte der Konsum der privaten Haushalte im dritten Quartal 2014 im Vergleich zum Vorjahresquartal 2,6 Prozent zugenommen, die Einkünfte stiegen dagegen nur um 0,7 Prozent.