Das sagte Verwaltungsratspräsident Thierry Stern am Samstag in der Zeitung "Le Temps". Bereits für die Jahre 2010 bis 2011 hatte das Familienunternehmen, das keine Zahlen publiziert, von einem Umsatzzuwachs von 5 Prozent gesprochen.

2012 sei die gesamte Produktion, die bewusst auf 50'000 bis 53'000 Uhren limitiert sei, verkauft worden, sagte Stern im Interview weiter. Wachstum sei nicht das Ziel. Vielmehr stünden Qualität und Zuverlässigkeit im Zentrum. "Wir werden nie 100'000 Uhren im Jahr produzieren", versicherte Stern, der die Mission seines Hauses in der Fortsetzung der traditionellen Uhrmacherkunst sieht.

Cleveres Geschäftmodell

Keiner betreibt das Pronzip der künstlichen Verknappung so gekonnt wie die Genfer Luxusuhrenfirma. Manche Uhren der Manufaktur bekommt man nur auf persönlichen Antrag mit Zustimmung des Firmenchefs.Die Eigentümerfamilie Stern will selbst entschieden, wen sie für das Tragen eines seiner raren Stücke - von manchen Modellen werden nur zwei Stück pro Jahr produziert -als würdig empfindet.

Um das herauszufinden, wer da die teuerste Uhr von Patek Philippe begehrt, muss jeder Interessent sich offenbaren: Namen, Beruf, Adresse und Angaben zu seiner Leidenschaft für Uhren angeben. Wer das Formblatt nicht wahrheitsgemäss ausfüllt, hat von Anfang an schon verloren. Denn die Angaben werden überprüft.

Superlativ fürs Handgelenk: Der Sky Moon Tourbillon

Diese Uhr trägt die Referenz 5002 und wurde 2001 vorgestellt. Seitdem ist sie die komplizierteste und teuerste Armbanduhr der Genfer Luxusuhrenmanufaktur. Ihr Uhrwerk besteht aus 686 aufs Feinste bearbeiteten Einzelteilen, die neben der momentanen Uhrzeit weitere seltene zusätzliche uhrmacherische Kostbarkeiten - Komplikationen genannt - eingebaut haben: einen Ewigen Kalender, eine Minutenrepetition, ein Tourbillon. Auf der Rückseite strahlt der Sternenhimmel über der nördlichen Hemisphäre und zeigt den Lauf der Sterne mit ihren Winkelbewegungen. Damaliger Preis: 897.130 Euro. (sda/cls)