Die wirtschaftlichen Schäden von weltweit rund 265 Mrd. Dollar bis Ende Juni übertreffen demnach bei weitem das bisher teuerste Jahr 2005. Damals wurden am Jahresende Gesamtschäden in Höhe von 220 Mrd. Dollar verbucht.

Ursachen für die Rekordschäden sind vor allem das Erdbeben und der Tsunami im März in Japan. Mit einem gesamtwirtschaftlichen Schaden von 210 Mrd. Dollar sind sie laut Munich Re die teuerste Naturkatastrophen in der Geschichte.

Bisher hatte der Hurrikan Katrina im Jahr 2005 mit Schäden von damals 125 Mrd. Dollar als teuerste Naturkatastrophe gegolten. Die Schadenlast für die Versicherungswirtschaft sei in Japan mit geschätzten bisher 30 Mrd. Dollar allerdings um etwa die Hälfte niedriger als bei Katrina, teilte Munich Re mit. Dies liegt unter anderem daran, dass die durch die Reaktorkatastrophe in Fukushima verursachten Schäden nicht versichert sind.

Ebenfalls schwere Schäden verursachten in diesem Jahr die Erdbeben und Überschwemmungen in Australien und Neuseeland sowie die Tornados in den Südstaaten und im Mittleren Westen der USA.