Glencore-Xstrata

182 Millionen steuerfrei für Glencore-Chef - trotz Milliarden-Verlust

Glencore-Xstrata-Chef Ivan Glasenberg (Archiv)

Glencore-Xstrata-Chef Ivan Glasenberg (Archiv)

Die Unternehmensreform II machts möglich: Die Glencore-Xstrata Aktionäre erhalten eine steuerfreie Dividendenausschüttung von den Reserven des Unternehmen. Dies, obwohl der Rohstoffhändler im 2013 einen Verlust von 7,4 Milliarden erwirtschaftete.

7,4 Milliarden Dollar Verlust fuhr der Rohstoff-Händler Glencore-Xstrata unter Chef Ivan Glasenberg im vergangenen Jahr ein. Kein Grund, nicht trotzdem eine ordentliche Dividende auszuschütten. Um fünf Prozent fällt diese gar noch höher aus als 2013. Wie der «Tagesanzeiger» errechnete, bringt dies Glasenberg, mit seinem substantiellen Anteil am Unternehmen, ungefähr 182 Millionen Franken ein. Und dies notabene steuerfrei. Das OK der Generalversammlung scheint nur noch Formsache.

Möglich macht der steuerfreie Geldsegen die Unternehmensreform II von 2011: Demnach ist die Auszahlung von Dividenden an Schweizer Aktionäre steuerfrei, wenn sie von den Kapitalreserven erfolgt. Und dieser Topf ist bei Glencor-Xstrata mit 11,4 Milliarden noch weiterhin gut gefüllt.

Trotz dem negativen Betriebsergebnis sorgte die Nachricht für einen gestrigen Kurssprung von 1,7 Prozent.

Grund für den schlechten Geschäftsgang waren in erster Linie die Milliarden, die Glencore für die Übernahme von Xstrata bezahlen musste. Dazu kommt eine schwächelnde Nachfrage aus China und gesunkene Preise im Rohstoffhandel. (rhe)

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