Im Januar ist die Arbeitslosenquote in der Schweiz von 3,5 Prozent im Vormonat auf 3,7 Prozent gestiegen. Wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag mitteilte, waren Ende Januar 164'466 Menschen arbeitslos gemeldet - rund 5000 mehr als im Dezember.

Gegenüber der Vorjahresperiode legte die Arbeitslosigkeit um 0,5 Prozent zu. Saisonbereinigt stagnierte die Quote bei 3,3 Prozent.

Die Jugendarbeitslosigkeit (15- bis 24-Jährige) erhöhte sich gegenüber Dezember von 3,5 auf 3,6 Prozent. Das sind 566 Personen mehr als im Vormonat.

Bei den über 50-jährigen nahm die Zahl der Arbeitslosen ebenfalls um 1274 Personen zu. Die Quote stieg von 3,0 auf 3,1 Prozent.

Insgesamt wurden im Berichtsmonat 226'861 Stellensuchende registriert. Das sind 3448 Menschen mehr als im Dezember.

Lage erholt sich nur langsam

Die Beschäftigung verlagert sich in der Schweiz zunehmend in binnenorientierte Branchen. Dieser Anpassungsprozess schreitet allerdings nur langsam voran. Die Lage am Schweizer Arbeitsmarkt bleibt daher zum Jahresbeginn angespannt.

Im Januar nahm die Arbeitslosenquote gegenüber dem Vormonat von 3,5 auf 3,7 Prozent zu. Demnach waren 164'466 Personen arbeitslos registriert - 5094 mehr als noch im Dezember. Im Vergleich zur Vorjahresperiode entspricht dies einem Plus von 0,5 Prozent.

Die jüngste Zunahme zum Jahresauftakt sei aber ausschliesslich auf saisonale Gründe zurückzuführen, erklärte Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag an einer Telefonkonferenz zur Lage am Arbeitsmarkt. Vor allem das Baugewerbe zählte mehr Arbeitslose als noch im Dezember. Dort fallen im Winter typischerweise weniger Arbeiten an.

Langsame Mühlen

Gemäss Zürcher werden sich die Arbeitslosenzahlen in den nächsten Monaten nur geringfügig und sehr langsam zurückbilden. Auch im Februar ist saisonal bedingt nochmals ein leichter Anstieg zu erwarten.

Bei den Jugendlichen (15- bis 24-Jährige) ist die Arbeitslosenquote von 3,5 auf 3,6 Prozent gestiegen. Die Zunahme sei aber ebenfalls saisonal bedingt und folge einem sehr guten Wert im Dezember. Gegenüber dem Vorjahresmonat waren nämlich rund 1400 Jugendliche weniger arbeitslos (-6,6 Prozent).

Arbeitsmarkt ist anpassungsfähig

Der Strukturwandel setze sich weiter fort, sagte Zürcher. Gerade in der Industrie ergeben sich auch in diesem Jahr grosse Herausforderungen. Die Folgen des Frankenschocks seien eine dauerhafte Belastung. Dies widerspiegle sich auch in der Beschäftigung.

Gleichzeitig zeige sich der Schweizer Arbeitsmarkt hoch flexibel. Der grösste Teil der Arbeitslosigkeit sei friktionelle Arbeitslosigkeit - die fehlende Beschäftigung während der Zeit zwischen einem Stellenwechsel. Diese liege bei durchschnittlich 6 bis 7 Monaten. Nur etwa ein Sechstel der Arbeitslosen ist langzeitarbeitslos.

So werden jährlich 400'000 bis 420'000 Neueintritte registriert. Der Zuwanderung ist rund ein Drittel davon zuzuschreiben. Zumindest war dies im Jahr 2015 so. Die neuesten Zahlen liegen noch nicht vor. Allerdings dürfte der Wert tiefer ausfallen.

Für das Gesamtjahr rechnet das Seco mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von saisonbereinigt 3,2 Prozent. Aktuell liegt der Wert weiterhin bei 3,3 Prozent. Damit erwartet sie eine leichte Verbesserung im Jahresverlauf.