Abrupter Abgang bei der «Weltwoche»: Verwaltungsratspräsident Martin Wagner tritt per Ende August von seinem Mandat zurück. «Martin Wagner hat mir angeboten, sein Amt niederzulegen», sagt der «Weltwoche»-Chefredaktor und -Verleger Roger Köppel gegenüber der az.

«Er ist zum Schluss gekommen, dass sein Wahlkampf für den Nationalrat und das Verwaltungsratspräsidium nicht zusammenpassen», sagt Köppel weiter. Als Kandidat der Baselbieter FDP will Wagner in diesem Herbst den Sprung in den Nationalrat schaffen.

Gestern hat Wagner noch dementiert

Neben seinem VR-Präsidium bei der Weltwoche Verlags AG wird Rechtsanwalt Wagner sein Mandat als Verwaltungsrat bei der Köppel Holding AG ebenfalls niederlegen. Er bestätigte seinen Rücktritt gegenüber der az, der Entscheid sei heute Morgen gefallen. Gestern dementierte Wagner einen allfälligen Rücktritt gegenüber den Medien noch.

Der Doppelrücktritt kommt wenige Wochen, nachdem Wagner den SVP-Parteistrategen und Ständeratskandidaten Christoph Blocher in einer Kolumne und mehreren Interviews massiv kritisiert hatte. Blocher steht nicht nur der «Weltwoche», sondern auch deren Chefredaktor Roger Köppel nahe. Köppel betont, er habe «kein persönliches Problem» mit Wagner.