Wahlen 2011/SR

Bernische BDP zeigt SVP-Kandidaten Amstutz die kalte Schulter

BDP-Kandidat Werner Luginbühl (links) zieht gegen SVP-Mann Adrian Amstutz (rechts) in die Ständeratsstichwahl (Archiv)

BDP-Kandidat Werner Luginbühl (links) zieht gegen SVP-Mann Adrian Amstutz (rechts) in die Ständeratsstichwahl (Archiv)

Die bernische BDP zeigt sich unbeeindruckt von Avancen der SVP und zieht alleine in die Ständerats-Stichwahl. Sie setzt ganz auf ihren Kandidaten Werner Luginbühl und verzichtet auf eine Wahlempfehlung für den SVP-Bewerber Adrian Amstutz.

Einen entsprechenden Beschluss hat der BDP-Vorstand gefasst, wie Kantonalpräsident Samuel Leuenberger am Mittwoch sagte. Er bestätigte entsprechende Medienberichte. Der BDP-Vorstand entschied in Kenntnis eines Communiqués der SVP-Spitze, die kurz zuvor eine Wahlempfehlung für Luginbühl abgegeben hatte.

Amstutz sagte der Nachrichtenagentur sda, die Wahlempfehlung der SVP sei auf seinen Antrag hin beschlossen worden. Schliesslich stehe die ungeteilte bürgerliche Standesstimme auf dem Spiel.

Weiter wies Amstutz Angaben zurück, wonach er und Luginbühl sich aus dem Weg gingen. Das sei "Schne von vorgestern". Vor Antritt seines Ständerats-Mandats habe er im Interesse des Kantons Bern das Gespräch gesucht und die Zusammenarbeit mit Luginbühl sei seither normalisiert. Luginbühl bestätigte auf Anfrage diese Darstellung.

Schwyzer SVP will mit Föhn zweiten Sitz

Dass der Bisherige Alex Kuprecht die Ständeratswahl auf Anhieb schaffte, reicht der Schwyzer SVP nicht. Für den zweiten Wahlgang nimmt sie Bruno Frick (CVP) ins Visier und tritt mit dem zurückgetretenen Nationalrat Peter Föhn an, der eben erst nach 16 Jahren aus dem Nationalrat zurückgetreten ist.

Bruno Frick, der Schwyz seit 20 Jahren in der kleinen Kammer vertritt, erhielt am Sonntag 17'068 Stimmen und verpasste damit das absolute Mehr relativ knapp um 893 Stimmen. Im Wahlkampf war er als "Sesselkleber" kritisiert worden.

Für die FDP war schon am Montag klar, dass sie erneut mit Kantonalpräsident Vincenzo Pedrazzini antreten wird. Er kam in der ersten Runde auf 13'216 Stimmen.

Walliser Regierung heisst stille Wahl gut

Die Walliser Regierung hat an ihrer Sitzung am Mittwoch die stille Wahl der beiden bisherigen CVP-Ständeräte Jean-René Fournier und René Imoberdorf gutgeheissen. SP wie auch FDP und SVP hatten ihre Kandidaten zurückgezogen. Damit entfällt der zweite Wahlgang am 6. November. Dies teilte die Walliser Regierung in einem Communiqué mit.

Duell zwischen CVP und FDP in Solothurn

CVP und FDP machen den zweiten Wahlgang der Ständeratswahlen im Kanton Solothurn am 4. Dezember unter sich aus. SVP-Kandidat Walter Wobmann verzichtet auf eine Teilnahme. Kurt Fluri will für die FDP den Sitz verteidigen. Favorit ist jedoch Pirmin Bischof (CVP).

Neben den drei Kandidaten von CVP, FDP und SVP tritt laut Communiqué der Staatskanzlei Schwyz auch die Aussenseiterin Martha Leuthard ("Us em Volk - fürs Volk") noch einmal an.

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