Regierungsrats-Kandidat Pius Lischer ist ein Kiffer. Und er steht offen dazu. Er ist denn auch für die Legalisierung des Konsums und Besitzes von weichen Drogen, sofern sie für den Eigengebrauch gedacht sind.

Damit steht Lischer nicht allein da. Ganz im Gegenteil: 44 Prozent der 971 Kandidatinnen und Kandidaten, die bei der Smartvote-Umfrage auf aargauerzeitung.ch mitgemacht haben, würden eine Legalisierung begrüssen.

Mit 93 Prozent Befürworter der «smartvote»-Umfrage stehen die Grünen am stärksten hinter Kiffer Lischer, gefolgt von der SP mit 90 Prozent Ja-Stimmen und der GLP mit 75 Prozent der Stimmen.

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Regierungskandidat Pius Lischer

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«Polizei hat wichtigere Aufgaben als Kiffer jagen»

Auch die SVP wehrt sich nicht eindeutig gegen die Legalisation des Konsums von weichen Drogen. Jeder fünfte der 109 abstimmenden SVP-Kandidaten bei den Grossratswahlen hat einer Legalisation von weichen Drogen im «smartvote»-Fragebogen zugestimmt.

Und auch bei den Mitteparteien FDP, CVP und BDP gibt es viele Hanf-Freunde. Bei der FDP unterstützen 41 Prozent das Anliegen, bei der BDP 34 Prozent und bei der CVP 35 Prozent.

«Die Kriminalisierung nützt nur den Dealern und die Polizei hat wichtigere Aufgaben als Kiffer zu jagen», schreibt beispielsweise SVP-Grossratskandidat Roland Senn.

Auch seine Parteikollegin Jessica Zimmermann aus der SVP Bremgarten findet das neue Cannabis-Gesetz eine «faire und sinnvolle Lösung».

Regierungsrats-Kandidat Pius Lischer hat ein Strafverfahren am Hals. Wie sehen seine Wahlchancen aus?

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