Bezüglich Wahl-Werbung und speziell der Wahlplakate sehen dieser Tage Parteimitglieder schnell rot: Urs Zimmermann aus Suhr meldete, zwei FDP-Parteimitglieder hätten beobachtet, wie zwei EVP-Wahlhelfer bei der Gais-Unterführung in Aarau Plakate anderer Parteien umgestossen hätten.

Auf Anfrage sagte EVP-Kandidatin Therese Dietiker sofort, dabei müsse es sich um ihren Mann und ihren Sohn gehandelt haben – die Beschreibung mit dem roten Auto, der Tag und die Uhrzeit stimmten überein. Die beiden hätten Plakate von ihr aufgehängt.

Allerdings handelte es sich dabei offenbar nicht um «Sachbeschädigungen und unlautere Mittel im Wahlkampf», wie Zimmermann schrieb. Da Therese Dietikers Mann gestern auf einer Radtour war, fragte sie bei ihrem Sohn nach. Dieser hat laut Dietiker gesagt, der Vorwurf sei «eine Frechheit». Im Gegenteil habe der Vater Plakate aufgerichtet, so auch beim Waldhof in Suhr. Dort habe er eine SP-Frau lediglich am Kandelaber hochgeschoben.

In der Gais Aarau bei Urs Hofmanns Plakat sei das Aufrichten nicht gelungen. «Urs Hofmann ist ein Kollege von uns», sagt Therese Dietiker, «wir werden ihn wählen.» Ausserdem sei die EVP doch viel zu klein, als dass Wahl-Vandalismus irgendeinen Vorteil bringen könnte. Und solches Tun passe nicht zu ihrer Partei. «Ich hätte mir gewünscht, dass Zimmermann zuerst persönlich mit mir Kontakt aufgenommen hätte», so Dietiker.