Lukas Neuhaus erzählt, wie die Reisernte verlief.

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Stetten
Jetzt gibt es Aargauer Bio-Risotto: So verlief die Ernte

Nach sechs Monaten im Boden ist der Risottoreis aus Stetten geerntet worden. Dies, nachdem die Reissetzlinge Mitte Mai von Hand in den Schlamm gesetzt wurden.

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Für Lukas Neuhaus, Landwirt aus Stetten, ist es der Moment der Wahrheit, nachdem er Ende Mai bei einem Pionierprojekt rund 64'000 Reissetzlinge in den Schlamm gesetzt hatte. Denn jetzt rollt grosses Geschütz über das Reisfeld, der Risottoreis «Loto» wird geerntet.

Trotz Regen gute Ernte

Als die ersten Reiskörner hinten aus dem Drescher herausfallen, zeigt sich Landwirt Neuhaus zufrieden: «Die Körner sind draussen, das ist auf jeden Fall gut.» Aber nicht selbstverständlich, denn das Wetter spielte Lukas Neuhaus nicht in die Karten. «Durch das, dass die Reispflanze dieses Jahr nicht schön abtrocknen konnte und auch nicht einheitlich austrocknen konnte, wussten wir nicht, ob es funktioniert. Aber so wie es jetzt aussieht, hat es was gegeben. Wir können es jetzt auswerten und sind gespannt.» Und schnell ist klar: Der Ertrag der ersten Reisernte ist gut. Neuhaus ist ob der Menge gar überrascht: «Ich habe nicht so viel erwartet.»

Risottoreis «Loto» aus dem Aargau für den Aargau

Der Aargauer Reisproduzent wollte ein Produkt, welches er lagern und dann durch das Jahr hindurch verkaufen kann. Mit dem Risottoreis ist ihm dies gelungen. Die frisch geernteten Reiskörner werden nun getrocknet und später direkt über den eigenen Onlineshop von Lukas Neuhaus verkauft. Das Reisfeld soll nun wieder geflutet werden, damit Neuhaus im nächsten Frühling erneut Reissetzlinge pflanzen kann.

Ende Mai wurde der Reis gepflanzt

Lukas und Natalie Neuhaus haben im Januar 2020 die Bewirtschaftung eines Hofs in Stetten übernommen und betreiben seither Gemüsebau in der Wildenau. Ende Mai wurde mit 25 Helferinnen und Helfern die Pflanzen gesetzt.

Zum ersten Mal wird in der Wildenau in Stetten Bionassreis angepflanzt. Rund 25 Helferinnen und Helfer unterstützen Natalie und Lukas Neuhaus.

Dominic Kobelt

(Argovia Today/AZ)

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