Die Highlights des «Sonntalks» mit Benjamin Giezendanner, Regula Rytz und Gerhard Pfister.

Tele Züri/gue

«Sonntalk»
«Es gibt keine Zeitung, die objektiv ist»: Pfister, Giezendanner und Rytz über Medienförderung und Quarantänepflicht

Wie soll der Bundesrat angesichts der hohen Infektionszahlen mit der Quarantänepflicht umgehen und wie steht es um das Medienförderungsgesetz nach den Aussagen von Blick-CEO Marc Walder? Darüber diskutierten SVP-Nationalrat Benjamin Giezendanner, Grünen-Nationalrätin Regula Rytz und Mitte-Nationalrat Gerhard Pfister im «Sonntalk».

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Bei einem Punkt waren sich alle drei Gäste des vergangenen «Sonntalk» einig: Die Corona-Quarantänepflicht soll verkürzt werden, um das Gesundheitswesen und die Wirtschaft zu entlasten. «Das Schlimmste wäre im Moment, ‹Stop and Go› zu machen – also Quarantäne abschaffen und dann wieder einführen», so Grünen Nationalrätin Regula Rytz. Eine Reduktion auf fünf Tage könnte der Weg sein.

Dem stimmte auch der zweite Gast, SVP-Nationalrat Benjamin Giezendanner zu. Allerdings forderte er gleichzeitig, Massnahmen wie die 2G und 2G+-Regelung zu hinterfragen. «Sehr viele Massnahmen sind nicht wirksam und vor allem nicht verhältnismässig», so der Aargauer. Diese solle man bis Ende Januar herunterfahren. Das wäre laut Rytz allerdings noch nicht angebracht, da sie noch immer für den Schutz der vulnerablen Bevölkerung wichtig seien. Auch der dritte Gast, Mitte-Nationalrat Gerhard Pfister, gab dem Bundesrat Rückendeckung bei seiner bisherigen Coronapolitik.

Medienfreiheit in Gefahr?

«Der Journalismus muss kritisch sein und objektiv sein», so Giezendanner zum zweiten Thema des Talks: Blick-CEO Marc Walder, der vor Kurzem ins Kreuzfeuer geriet, weil publik wurde, dass er sich für eine regierungsnahe Coronaberichterstattung einsetzte. In diesem Sinne sehe Giezendanner das Medienförderungsgesetz, worüber am 1. Februar abgestimmt wird, als Gefahr für die 4. Gewalt im Land. «Wenn wir weiterhin den Medien Geld zuschieben, dann passieren solche Fälle.»

«Es ist nicht so einfach», entgegnet ihm Gerhard Pfister und wirft Giezendanner Naivität vor. «Es gibt keine Zeitung, die objektiv ist.» Die Medienförderung sei vor allem für die kleinen Zeitungen, die Probleme mit der Digitalisierung haben, wichtig. Diese seien aber essentiell für die Meinungsvielfalt im Land. Dem pflichtet auch Rytz bei. «Wir müssen etwas dagegen tun, dass sich die Medien noch mehr konzentrieren.» (gue)

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