Keystone-SDA

Biosicherheitslabor
Hier infizieren Forscher menschliche Zellen absichtlich mit dem Coronavirus

Unter strengsten Sicherheitsregeln werden im Biosicherheitslabor der Stufe BSL-3 des Instituts für Infektionskrankheiten (IFIK) der Universität Bern menschliche Zellen gezielt mit dem Coronavirus infiziert. Forscher wollen die Folgen der durch Sars-CoV-2 verursachten Entzündungsreaktionen im Herz-Kreislauf-System entschlüsseln.

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Seit über einem Jahr gilt es, Ansteckungen mit dem Coronavirus zu verhindern. Anders im Biosicherheitslabor des Instituts für Infektionskrankheiten (IFIK) der Universität Bern: Hier werden menschliche Zellen im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms «Covid-19» gezielt mit Corona infiziert.

Zum einen soll so gezeigt werden, wie sich Zellen ausserhalb der Lunge durch das Coronavirus verändern, zum anderen sollen die Langzeitschäden im Körper nach der Genesung erforscht werden.

Die Forscherin Chiara Stüdle zieht in der Personenschleuse zum Biosicherheitslabor einen Schutzanzug an.
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Mit Ganzkörper-Schutzanzügen, luftfiltrierenden Hauben mit Gesichtsvisieren und durch eine Schleuse mit zwei Türen gelangen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ins Biosicherheitslabor der Stufe 3.
Der Forscher Melle Holwerda nimmt im Biosicherheitslabor Röhrchen, die Coronaviren enthalten, aus einem Kühlschrank.
Damit infiziert er menschliche Zellen.
Ein Kuebel mit der Aufschrift "Biohazard" steht bei der Schleuse zum Biosicherheitslabor.

Die Forscherin Chiara Stüdle zieht in der Personenschleuse zum Biosicherheitslabor einen Schutzanzug an.

Peter Klaunzer / KEYSTONE

Bei der Arbeit gelten für die Forscher dabei die höchsten Sicherheitsstandards. Mit Ganzkörper-Schutzanzügen, luftfiltrierenden Hauben mit Gesichtsvisieren und durch eine Schleuse mit zwei Türen gelangen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ins Biosicherheitslabor der Stufe 3.

Es sei praktisch unmöglich, das Coronavirus aus dem Labor nach draussen zu verschleppen, erklärt Kathrin Summermatter, Leiterin Biosicherheitszentrum, im Video. Bis Ende Jahr erwarten die Forschenden erste Resultate aus den Zellversuchen.