Zur Transparenz gezwungen
Zürcher Uni-Professoren legen Interessenbindungen jetzt offen

Das Sponsoring der Universität Zürich hat Folgen: Der Zürcher Kantonsrat zwingt die Professoren, Stiftungsratssitze oder Beratungstätigkeiten für zum Beispiel Krankenkassen offenzulegen.

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Der Kantonsrat zwingt die Uni Zürich zur Transparenz: Professoren müssen offenlegen, wenn sie zum Beispiel Verwaltungs- oder Stiftungsratssitze einnehmen.

Der Kantonsrat zwingt die Uni Zürich zur Transparenz: Professoren müssen offenlegen, wenn sie zum Beispiel Verwaltungs- oder Stiftungsratssitze einnehmen.

Keystone/GAETAN BALLY

Der Zürcher Kantonsrat zwingt die Universität Zürich zu mehr Transparenz: Professoren und Professorinnen müssen ihre Interessenbindungen künftig offenlegen. Dies hat der Rat am Montag in zweiter Lesung beschlossen.

Die Verpflichtung zu mehr Transparenz war unbestritten. Das Parlament segnete die Änderung mit 169 zu 0 Stimmen ab. Mit dieser neuen Regelung werden Professoren und Professorinnen dazu verpflichtet, über ihre Nebentätigkeiten Auskunft zu geben.

Sponsoring der UBS hat folgen

Gemeint sind damit etwa der Sitz in einem Stiftungsrat oder die Beratungstätigkeit für eine Krankenkasse. Auslöser für den Vorstoss von Grünen, GLP und SP war das umstrittene Sponsoring der UBS an der Universität Zürich, dessen Ausmass längere Zeit geheim blieb.

Der Vorstoss wird allerdings in abgeänderter Form umgesetzt: Forderte die ursprüngliche Vorlage noch, dass die Uni die Nebentätigkeiten in einem Register öffentlich macht, lässt die nun abgesegnete Variante die Art der Publikation offen. Die Uni kann also selber entscheiden, was mit den Daten passiert.