Zürich
Zürcher SVP verlangt Ausstieg der ZKB vom Ausland-Geschäft

Die SVP des Kantons Zürich verlangt, dass sich die Zürcher Kantonalbank (ZKB) von ihren Auslandsaktivitäten zurückzieht. Dem Kanton Zürich nütze die ZKB im Ausland nichts, teilte die Partei am Freitag mit.

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Der Hauptsitz der ZKB befindet sich an der Zürcher Bahnhofstrasse. Key

Der Hauptsitz der ZKB befindet sich an der Zürcher Bahnhofstrasse. Key

Keystone

Einen Reputationsschaden könne sich die ZKB nicht leisten. Deshalb müsse sich die ZKB auch von der österreichischen Privatinvest Bank AG (PIAG) trennen. Diese war in der Vergangenheit wiederholt in die Schlagzeilen geraten, unter anderem wegen Geldwäscherei und verspekulierten Kundengeldern.

Die SVP verlangt, dass sich die ZKB auf ihren "Kernauftrag" und damit auf "das Wesentliche" beschränkt. "Sie muss nicht alle Trends und Machenschaften mitmachen oder nachahmen." Einen öffentlichen Auftrag zur Renditemaximierung habe die Bank nicht. Vielmehr müsse sie "eine verlässliche Partnerin für die Zürcher Bevölkerung, das Gewerbe und ihre Kunden" sein.

Am Donnerstag war bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft des New Yorker Stadtteils Manhattan Mitarbeiter der ZKB wegen Beihilfe zu Steuerbetrug angeklagt hat. Den ehemaligen Kundenberatern wird vorgeworfen, US-Kunden geholfen zu haben, mehr als 420 Millionen Dollar vor den Steuerbehörden zu verstecken.

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