Standortförderung
Zürcher Oberland will sich ab 2013 besser vermarkten

Der Zweckverband Region Zürcher Oberland (RZO) startet am 1. Januar 2013 mit der regionalen Standortförderung. 16 der 21 Verbandsgemeinden haben sich dem Konzept angeschlossen. Die Versuchsphase dauert drei Jahre.

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Die Sonne verteilt ihre Strahlen über die Hügel im Zürcher Oberland.

Die Sonne verteilt ihre Strahlen über die Hügel im Zürcher Oberland.

Keystone

Das Zürcher Oberland sei umgeben von organisierten Gemeinden, sagte RZO-Verbandspräsident Urs Fischer am Donnerstag vor den Medien in Wetzikon. Damit meinte er die Standortförderungen der Regionen Winterthur, Obersee und Glattal, aber auch jene der Gemeinden Uster und Wetzikon. «Der Druck wächst von innen, aber auch von aussen.»

Die Antwort ist nun die regionale Standortförderung der RZO. Alle Verbandsgemeinden ausser Bäretswil, Bubikon, Fischenthal, Fehraltorf und Hinwil unterstützen die Versuchsphase 2013-2015. Gemäss Fischer ist es aber wahrscheinlich, dass sich die fünf Gemeinden nach der Pilotphase noch anschliessen.

Die 16 angeschlossenen Gemeinden zahlen während der nächsten drei Jahre je 2.50 Franken pro Einwohner und Jahr. So ergibt sich eine jährliche Summe von 310'000 Franken für die Standortförderung. Dazu kommen noch freiwillige Beiträge der Wirtschaft. Gerechnet wird mit 40'000 Franken.

Oberland besser vermarkten

Die drei Säulen der RZO-Standortförderung sind Wirtschaft, Freizeit und Wohnen. Die Leistungsaufträge für Wirtschaft und Freizeit sind bereits vergeben, die beiden Bereiche werden jährlich mit je 120'000 Franken unterstützt. Für das Wohnen ist der Leistungsauftrag noch offen.

Bei der Wirtschaftsförderung soll es eine Anlauf- und Informationsstelle für die Zielgruppen geben, wie Wirtschaftsförderer Jürg Neff sagte. Dabei sollen die bestehenden Unternehmen gepflegt, aber auch auswärtige Unternehmen auf der Suche nach einem Standort unterstützt werden.

Gemäss Michael Dubach, Geschäftsführer der Tourismusregion Zürcher Oberland (TRZO), soll mit dem zusätzlichen Beitrag das Oberland besser vermarktet und positioniert werden. Als einer der wichtigsten Schritte soll es eine neue TRZO-Website geben, wie Dubach weiter sagte.

Zufriedene Bevölkerung als Standortvorteil

Dritter Bereich ist das Wohnen. Gemeindepräsidentin von Sternenberg und SP-Kantonsrätin Sabine Sieber zeigte das Spannungsfeld von Wohnen und Standortförderung auf. «Wohnen ist Qualität und nicht Quantität», sagte Sieber. «Ist die ansässige Bevölkerung zufrieden, wird das Zürcher Oberland auch attraktiv für Neuzuzüger.»

Den Zweckverband Region Zürcher Oberland (RZO) gibt es seit Juli 2010. Die Regionalplanung ist gemäss Planungs- und Baugesetz für alle Verbandsgemeinden obligatorisch. Ob sie sich an einem Projekt aus einem weiteren Geschäftsfeld beteiligen will, kann jede Gemeinde unabhängig entscheiden.