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Zürcher Kantonsrat bewilligt 195 Millionen für Neubau Uni-Irchel

Der Zürcher Kantonsrat hat für die Neubauten der Institute der Chemie an der Universität Irchel einen Kredit von 195 Millionen Franken bewilligt. Die Kürzungsanträge von Seiten der SVP und der FDP lehnte das Parlament am Montag ab.

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Die Universität Zürich Irchel

Die Universität Zürich Irchel

Keystone

Mit 117 zu 51 Stimmen sprach sich der Kantonsrat für das von der zuständigen Kommission vorgeschlagene Kostendach für die fünfte Bauetappe der Universität Zürich Irchel aus. Die SVP wollte den Kredit um zehn Prozent, die FDP um fünf Prozent kürzen. Ihre Anträge wurden jedoch abgelehnt.

Die neuen Gebäude sollen Raum schaffen für die vollständige Verlegung der universitären Chemie, die heute im Altbau von 1978 untergebracht ist. Geplant sind zeitgemässe Gebäude und eine modernere Laborflexibilität. Zugleich sollen bei den Neubauten fortschrittliche energetische Zielsetzungen verfolgt werden.

Das Vorhaben sei ein "Schlüsselgeschäft" für die etappierte und dringliche Gesamtsanierung der ersten und zweiten Bauetappe auf dem Campus Irchel, sagte Bildungsdirektorin Regine Aeppli (SP). "Viele nachfolgenden Projekte hängen davon ab." Auch für den Hochschulstandort seien die Neubauten von grosser Bedeutung.

"Willkürliche" Kürzungsanträge

Für die Universität sei der Kredit von hoher Bedeutung, hiess es von Seiten der SP. Nur damit könne sie konkurrenzfähig bleiben. Die Kürzungsanträge seien willkürlich und würden das Projekt schädigen, sagte etwa Markus Späth (Feuerthalen). "Bei diesem Bauprojekt zu knausern, wäre dumm", sagte auch Andreas Erdin (GLP, Wetzikon).

Die Grünen betonten, dass es sich bei dem Kredit um ein maximales Kostendach handle. "Ein Projekt ohne Planungsreserve zu planen, wäre unseriös", sagte Res Marti (Zürich). Er appellierte an die Gegner, sie sollten Sparvorschläge machen und nicht einfach die Rasenmäher-Methode anwenden.

Die SVP begründete ihren Kürzungsantrag damit, dass die Kosten nicht auf einem Detailprojekt, sondern auf einem Vorprojekt basierten. Damit seien sicher genügend Reserven eingeplant, um diese Kürzung zu rechtfertigen. Und die FDP zeigte sich überzeugt, dass eine Kürzung um fünf Prozent keine einschneidenden Auswirkungen auf das Projekt hätte.

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