Enegetische Umbauten
Zürcher Heimatschutz verzichtet voraussichtlich auf Referendum

Der Beschluss des Zürcher Kantonsrates, die FDP- Initiative «Umweltschutz statt Vorschriften» umzusetzen, bereitet dem Zürcher Heimatschutz Sorgen. Trotzdem wird er das fakultative Referendum aller Voraussicht nach nicht ergreifen.

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Der Zürcher Heimatschutz will das Referendum gegen die FDP-Initiative «Umweltschutz statt Vorschriften» nicht ergreifen

Der Zürcher Heimatschutz will das Referendum gegen die FDP-Initiative «Umweltschutz statt Vorschriften» nicht ergreifen

Keystone

Die Unterschriften würde man vielleicht noch zusammenbringen, sagte Präsident Ulrich Ruoff am Dienstag auf Anfrage der sda. «Eine Abstimmung hätte aber kaum Erfolgschancen.» Ruoff hat durchaus Sympathien für den Beschluss vom Montag, der den Bau von energetischen Sanierungen vereinfacht und Solarzellen grundsätzlich erlaubt, sofern auf Schutzobjekte Rücksicht genommen wird.

Man dürfe aber nicht vergessen, dass sich viele Politiker gegenwärtig mit dem Thema Energiesparen profilieren würden und die Dinge nicht zu Ende gedacht worden seien. Der Vorstand des Heimatschutzes will sich diesen Detailfragen nun annehmen und eventuell über die Ausführungsbestimmungen Einfluss nehmen.

Eigentümer wissen oft von nichts

Zu klären ist gemäss Ruoff vor allem, was als Schutzobjekt gilt, also ob Inventar-Objekte auch dazu gezählt werden oder nicht. «Zudem kann auch ein Ortsbild als gesamtes als Schutzobjekt gelten», sagte er. Vernachlässigen dürfe man auch nicht, dass auch nebenstehende Häuser Einfluss auf den Charakter eines Schutzobjektes hätten.

Probleme sieht Ruoff auch hinsichtlich der Inventarlisten der Schutzobjekte. 40 Prozent der Zürcher Gemeinden hätten gar keine solche Liste. Oft wüssten nicht einmal die Eigentümer, dass ihr Haus ein Schutzobjekt sei.