Arbeitsmarkt
Zürcher Arbeitslosenquote bleibt trotz weniger Arbeitslosen unverändert

Dank steigenden Temperaturen und aus saisonalen Gründen ist die Arbeitslosenzahl im Kanton Zürich im März um 558 gesunken. Dennoch verharrt die Arbeitslosenquote bei 3,3 Prozent. Damit lag sie 0,1 Prozentpunkte über dem schweizerischen Durchschnitt.

Merken
Drucken
Teilen
Ende März waren 23'640 Personen beim RAV des Kantons Zürich als arbeitslos gemeldet.

Ende März waren 23'640 Personen beim RAV des Kantons Zürich als arbeitslos gemeldet.

Keystone

Ende März waren 23'640 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons Zürich als arbeitslos gemeldet. Die leichte Abnahme gegenüber dem Vormonat ist vor allem saison- und wetterbedingt, wie das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) am Dienstag mitteilte.

So hätten viele Arbeitslose auf dem Bau (335 Personen) und im Gastgewerbe (93 Personen) wieder eine Stelle gefunden. Von der Entwicklung hätten insbesondere Männer, Ausländer und Arbeitnehmer zwischen 20 und 35 Jahren profitiert. Im Vergleich zur gesamtschweizerischen Entwicklung fiel der Saisoneffekt im Kanton Zürich weniger stark aus.

Trotz der vorwiegend saison- und wetterbedingten Effekte seien erste Zeichen einer Besserung der Arbeitsmarktlage auszumachen, schreibt das AWA. So hätten die Anmeldungen zur Stellensuche wie auch jene für Kurzarbeit seit dem Höchststand im Januar etwas abgenommen.

Mehr Arbeitslose aus Finanzsektor

Weniger Arbeitslose gab es auch in verschiedenen Industrieberufen sowie bei einzelnen Dienstleistungen, darunter Reinigung und Hygiene, kaufmännische Berufe sowie Handel und Verkauf. In den übrigen Dienstleistungsberufen nahm die Zahl der Arbeitslosen dagegen zu.

Überdurchschnittliche Zunahmen von Arbeitlosen verzeichnete die Bank- und Versicherungsbranche. Dasselbe gilt für Unternehmer, Direktoren und leitende Beamte. Die angekündigte Abnahme der Beschäftigung im Finanzsektor scheine sich damit allmählich in den Arbeitslosenzahlen niederzuschlagen, heisst es in der Mitteilung.

Gemäss aktuellen Konjunkturumfragen sind laut AWA zwar erste Zeichen einer Stabilisierung der Wirtschaft auszumachen. In langfristiger Perspektive bleibe das Wirtschaftswachstum in der Schweiz und in Zürich in diesem Jahr jedoch unterdurchschnittlich.