CS-Studie
Wohnregion Zürcher Unterland wächst stark und bleibt attraktiv

Das Zürcher Unterland gehört zu den Regionen mit dem stärksten Bevölkerungswachstum der Schweiz. Vor allem Familien-freundlich: Es gibt noch Baulandreserven und die Wohnungsmieten sind im Vergleich zu anderen Regionen rund um Zürich günstig.

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Einen besonders grossen Bevölkerungszuwachs gab es in Eglisau (4,1 Prozent).

Einen besonders grossen Bevölkerungszuwachs gab es in Eglisau (4,1 Prozent).

Keystone

Die gute Verkehrsanbindung an die Arbeitszentren Stadt Zürich und Glattal macht das Unterland gemäss einer am Donnerstag veröffentlichten Studie der Credit Suisse "zu der Zürcher Pendlerregion schlechthin".

In Hinblick auf das andauernde Wachstum in der Stadt Zürich und im angrenzenden Glattal attestieren die CS-Ökonomen dem Unterland "Chancen, sich weiterhin als attraktive Wohnregion zu etablieren", wie die Credit Suisse in ihrer Mitteilung schreiben.

Unter den 110 Schweizer Wirtschaftsregionen liegt das Zürcher Unterland bezüglich Standortqualität dank hoher verkehrstechnischer Erreichbarkeit, tiefer Steuerbelastung für natürliche Personen und einem überdurchschnittlichen Ausbildungsstand auf dem 13. Platz. Im Kanton Zürich ist die Standortqualität des Unterlands gegenüber dem kantonalen Wert allerdings leicht unterdurchschnittlich.

Bevölkerungswachstum doppelt so hoch wie in der Gesamtschweiz

Die Bevölkerung der Region Unterland wuchs von 2001 bis 2011 um 17'000 auf 104'000 Personen. Die durchschnittliche Wachstumsrate von 1,8 Prozent pro Jahr liegt weit über dem Schweizer Durchschnitt von 0,9 Prozent. Je rund 7000 Personen zogen aus dem Ausland oder aus anderen Zürcher Wirtschaftsregionen ins Unterland.

Einen besonders grossen Zuwachs gab es in Eglisau (4,1 Prozent), Bülach (2,3 Prozent) und Embrach (1,7 Prozent). Die CS-Ökonomen rechnen für die kommenden Jahre mit einem anhaltenden Bevölkerungswachstum.
Kein bedeutender Büroflächenmarkt

Mit einem Anteil von nur 0,6 Prozent am Gesamtmarkt gehört die Region Unterland zu den kleineren Büroflächenmärkten der Schweiz. Weil in Zürich und Umgebung ein Überangebot absehbar sei, werde sich das Unterland wohl auch in näherer Zukunft nicht zu einem bedeutenden Büroflächenmarkt entwickeln, schreibt die CS. Die Region sei aber prädestiniert, sich als Wohnadresse in geringer Pendeldistanz zu vermarkten.