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Was für eine Dramatik: Dietikon verliert irre Partie gegen Seuzach

In der 75. Minute gehen die anrennenden Limmattaler dank Dimita in Führung. In der 85. und der 90. Minute steht der Torschütze zwischen den eigenen Pfosten, als die Treffer zum 1:1 und 1:2 fallen.

Raphael Biermayr
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Dietikons Maroufi (Mitte) wird eine Chance mehr vergeben.

Dietikons Maroufi (Mitte) wird eine Chance mehr vergeben.

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Der FC Dietikon hat den Big Point verpasst, um den Verbleib in der 1. Liga vorzeitig so gut wie sicherzustellen. Die Enttäuschung nach einer total verrückten Partie gegen Seuzach war riesig.

Nach einer lahmen ersten Halbzeit, in der Dietikons Dimita die grösste Chance vergeben hatte, nahm das Match einen nicht für möglich gehaltenen Verlauf.

Die Limmattaler traten mit grösserer Entschlossenheit auf, versieben zunächst aber reihenweise erstklassige Möglichkeiten; Dimita (48.), Maroufi (52.) und Meyer (59.) scheiterten allesamt an sich selbst. Auf der Gegenseite vergab Patrick Widmer ebenfalls eine Riesenchance (69.).

In der 75. Minute dann die vermeintliche Erlösung aus Dietiker Sicht: Dimita umspielte nach einem genialen Pass Meyers den Torhüter Frauenfelder und schob zum 1:0 ein.

Der FCD suchte das 2:0 gegen ausgelaugte Seuzemer, die aber mit langen Bällen gefährlich blieben. Nach einem Eckball sprang der Ball an den Arm von Dietikons Innenverteidiger Beric – Elfmeter. Patrick Widmer scheiterte an Ngongo.

Dimitas Rollentausch

Eine Minute später: Dietikon hatte gerade zum dritten Mal gewechselt, als Ngongo zu einem waghalsigen Ausflug gezwungen wurde. Er spielte zwar den Ball, rammte dabei aber Oergel. Der Schiedsrichter entschied auf Foul und auf Platzverweis.

Trainer Ivelj beorderte Dimita zwischen die Pfosten. Nach wenigen Sekunden musste er sich gegen den Kopfball von Müller geschlagen geben.

Und es kam noch dicker für die Limmattaler. In der 90. Minute spielten sich die Gäste durch die Abwehr, ehe Fischer den heranhechtenden Dimita zum 1:2 überwand. Eine schöne Geschichte für die Gäste: Der eingwechselte Stürmer spielte zum ersten Mal nach 355 Tagen Verletzungspause.

Unschön war die Entwicklung für Dietikon, die in der Tabelle von Seuzach überholt wurden und jetzt auf Rang 11 liegen. Sollte Thalwil am Sonntag gegen Leader Wettswil-Bonstetten eine Überraschung gelingen, würde es doch noch heiss werden für den FCD im Abstiegskampf.

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