Asylzentrum
Vorläufig gibt es kein Asylzentrum in Turbenthal

In der Gemeinde Turbenthal werden vorerst keine Asylsuchenden untergebracht. «Auf lange Frist» sei allerdings nicht auszuschliessen, dass der Bund die stillgelegte Lenkwaffenbasis Schmidrüti als Standort ins Auge fasse, teilte der Gemeinderat mit.

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In der Gemeinde Turbenthal werden vorerst keine Asylsuchenden untergebracht. (Symbolbild)

In der Gemeinde Turbenthal werden vorerst keine Asylsuchenden untergebracht. (Symbolbild)

Zur Verfügung gestellt

Die kantonale Sicherheitsdirektion habe den Gemeinderat über diesen Entscheid informiert, heisst es im Communiqué. Demnach spiele der Standort Schmidrüti «aktuell und kurzfristig» keine Rolle in den Plänen des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS).

Man nehme die Nachricht mit Befriedigung zur Kenntnis, allerdings zeige die gewählte Formulierung, dass es sich nicht um eine grundsätzliche Wende handle. Was die Zukunft bringe, sei offen.

Zur Wehr setzen

Die Gemeinde, die sich gegen ein Asylzentrum wehrt, will deshalb «das Geschehen weiterhin sehr aufmerksam verfolgen». Man werde sich auch in Zukunft vehement gegen die Missachtung oder Beschneidung der Gemeindeautonomie zur Wehr setzen.

Beim VBS wollte man die Entwicklung nicht kommentieren. Der Auftrag des Bundesrat laute, kurzfristig 600 zusätzliche Plätze für Asylsuchende bereitzustellen, sagte Sprecherin Sonja Margelist auf Anfrage. Bis in einem halben Jahr müssten 2000 Plätze, bis Ende 2013 weitere 2000 Plätze zur Verfügung stehen.