Aarwangen
Vorfreude auf Ferienpass wächst mit dem Einschreiben

In den Sommerferien lockt in Aarwangen der Ferienpass wieder mit attraktiven Angeboten und Kursen. Statt im Internet müssen sich die Kinder persönlich einschreiben

Brigitte Meier
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145 Kinder schreiben sich für den Ferienpass ein. Innert zehn Minuten ist der erste Kurs ausgebucht. bma

145 Kinder schreiben sich für den Ferienpass ein. Innert zehn Minuten ist der erste Kurs ausgebucht. bma

Solothurner Zeitung

Der Ferienpass ist auch in Aarwangen nicht mehr wegzudenken. 145 ausgestellte Pässe dokumentieren die ungebrochene Attraktivität des Angebots. Das vielseitige Programm bietet den angehenden 4.- bis 9.-Klässlern von Aarwangen, Bannwil und Schwarzhäusern viel Spass und Abwechslung in der letzten Sommerferienwoche. Sie können aus einer Palette von 59 Kursen auswählen. Organisiert werden die Aktivitäten vom Gemeinnützigen Frauenverein Aarwangen.

Im Gegensatz zu anderen Ferienpass-Anbietern kann man sich in Aarwangen direkt einschreiben. «Dieses System hat sich gut eingespielt und fördert den persönlichen Kontakt. Zudem ist der Aufwand geringer als bei einer Anmeldung via Internet», erläutert Koordinatorin Margot Jenzer. Sie verteilt auch die Büchlein in den Schulklassen und erlebt die Vorfreude der Kinder. Dieses Jahr haben 372 Schüler den Ferienpass erhalten.

Klettern als Erstes ausgebucht

In der Rekordzeit von zehn Minuten ist das Indoor-Klettern ausgebucht. Organisiert wird dieser Kurs in der Dreifachturnhalle Kreuzfeld Langenthal von der SAC-Sektion Oberaargau. Rahel Neuenschwander kommt in die achte Klasse und gehört zu den ersten, die sich einschreiben dürfen. Sie klettert leidenschaftlich gern und freut sich mit ihrer Kollegin Luisa Wüthrich, dass es geklappt hat.

«Der Kurs bei den Pontonieren ist gebucht», sagt der elfjährige Jason Hagmann zufrieden. Auf seiner langen, detaillierten Liste hat er vorsorglicherweise einige Ersatzkurse notiert. Sonnenklar ist der Fall für Matteo Rebecchi und Nicolai Hofmann. Die
6.-Klässler aus Bannwil wollen wieder einen Tag auf dem Bauernhof verbringen: «Letztes Mal waren wir bei Frau Berchtold. Dort konnten wir Zwetschgen pflücken, auf dem Traktor mitfahren und viel draussen sein».

An einer Wand werden laufend Kurse angeschlagen, die bereits belegt sind: Fliegen ab dem Flugplatz Bleienbach, Seilpark Balmberg, Kart fahren und ein Besuch beim Dorfbeck Nyfeler. Da gibt es manchmal enttäuschte Gesichter, aber meistens findet sich eine Alternative. Die Organisatorinnen schlagen den Kindern etwas vor, beantworten Fragen und begeistern sie für einen anderen Kurs. Insgesamt elf Vorstandsfrauen und Helferinnen bewältigen den Andrang in der Aula Sonnhalde.

Schlange stehen kann Spass sein

Etwas Geduld beim Anstehen gehört dazu. Es wird diskutiert, gelacht und verglichen, was die anderen schon gebucht haben. Zwei Mädchen zählen ab, wann sie an der Reihe sind und hoffen, dass in ihrem Kurs noch genügend Plätze vorhanden sind. Die längste Schlange bildet sich vor Marianne Aebersold. Dort kann man sich neben dem Indoor-Klettern unter anderem für den Seilpark und das Rettungsschwimmen eintragen.

Breit gefächertes Angebot

Einige Mütter begleiten die jüngste Gruppe mit den zukünftigen 4.- bis 6.-Klässlern. Doch die meisten «Ferienpässler» kommen allein und wissen genau, was sie wollen. Sven Brandenberger und Sven Kobler können mit dem Indoor-Klettern ihren grössten Wunsch erfüllen. Zudem gehen sie ins Technorama und ins Race-Inn. «Wir würden es gut finden, wenn man sich im Internet für den Ferienpass anmelden könnte», finden die 7.-Klässler. Renate Kopp aus Schwarzhäusern schätzt es hingegen, dass ihre älteste Tochter beim Einschreiben teilnehmen kann: «Für die Kinder ist es eine gute Erfahrung. Zudem ist heute schon vieles unpersönlich», sagt die dreifache Mutter.

Neben den Standardkursen wird neu Handball in Langenthal, Acrylmalen, Nassfilzen und «Sicher Velo fahren» angeboten. Der alljährliche Tagesausflug führt nach Winterthur ins Technorama. Im Nu ist die maximale Teilnehmerzahl von 25 Kindern erreicht. Gemäss Margot Jenzer wurden die meisten Teilnehmer beim Bowlen, Kart fahren, Technorama und Seilpark Balmberg mit jeweils über 20 Kindern gezählt. Gut besetzt sind wie gewohnt alle «Tierkurse», aber auch sämtliche Bastelangebote. «Der Ferienpass ist einfach cool», betont Yannic Blattmann und freut sich aufs Bowlen genauso wie aufs Hornussen.

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