Öffentlicher Verkehr
VBZ fährt Sparkurs: Entlassungen soll es aber nicht geben

Der Verkehrsverbund (ZVV) und die Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich (VBZ) haben eine neue Zielvereinbarung abgeschlossen. Demnach müssen die VBZ bis 2016 ihre Kosten um 16,3 Millionen senken und die Werbeeinnahmen um mindestens 2,5 Millionen steigern.

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Tramdepot der VBZ

Tramdepot der VBZ

Keystone

Der Verkehrsrat sowie der Stadtrat haben der Zielvereinbarung zugestimmt, wie die beiden Parteien am Donnerstag mitteilten. Beide Seiten beurteilten die vereinbarten Ziele als «fair und im vorgegebenen Zeitrahmen umsetzbar».

Der Sparbeitrag der VBZ beträgt im laufenden Jahr 4,3 Millionen Franken und in den Jahren 2013 bis 2016 jeweils 3 Millionen Franken. Umgesetzt werden müssen die Kostensenkungen durch Produktivitäts- und Ertragssteigerungen.

Die Einsparungen sollen nicht auf Kosten der unternehmerischen Substanz und der Qualität gehen. Auch das Fahrplanangebot soll unangetastet bleiben.

Keine Entlassungen

Einzelne Massnahmen könnten aber eine Stellenreduktion zur Folge haben, heisst es in der Mitteilung. Die VBZ hätten jedoch verbindlich zugesichert, dass eine allfällige Reduktion nicht zu Entlastungen führen werde. Vielmehr solle die natürliche Fluktuation genutzt werden.

Die VBZ wollen zudem an ihrem Geschäftsmodell einer integrierten Verkehrsunternehmung festhalten. Auf die Ausschreibung von heute selbst erbrachten Fahrleistungen soll in den nächsten Jahren verzichtet werden.

Prüfen wollen die VBZ unter anderem eine vermehrte Auslagerung von Arbeiten, Prozessoptimierungen, die Reduktion von Durchlaufzeiten oder die Zusammenlegung von Abteilungen. In Betracht gezogen wird aber auch ein Zwei- oder Dreischichtbetrieb für den Unterhalt. Zudem wollen die VBZ Nebengeschäfte «kritisch prüfen».

Gesetz verlangt Wirtschaftlichkeit

Der öffentliche Verkehr im Kanton Zürich muss gemäss gesetzlicher Vorgabe nach wirtschaftlichen Grundsätzen betrieben werden. Gleichzeitig muss er nach dem Willen von Stadt und Kanton Zürich das Mobilitätswachstum in den nächsten Jahren massgeblich mittragen.

Die Zielvereinbarung trage dazu bei, dass der öffentliche Verkehr weiterhin funktioniere und finanzierbar bleibe, halten ZVV und VBZ fest. Sie ermögliche den VBZ zudem, ihre unternehmerische Kompetenz und eine konsequente ökologische Ausrichtung weiter zu entwickeln.

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