Ladenöffnungszeiten
Unia stösst nach: Bessere Bedingungen für Verkaufspersonal

ach dem deutlichen Nein des Zürcher Stimmvolkes zu liberalisierten Ladenöffnungszeiten stösst die Gewerkschaft Unia gleich nach: Sie werde sich jetzt gezielt für bessere Bedingungen für das Verkaufspersonal einsetzen.

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Wird gleich nachsetzen: Die Unia setzt sich für das Verkaufspersonal (Archiv)

Wird gleich nachsetzen: Die Unia setzt sich für das Verkaufspersonal (Archiv)

Keystone

Das Schweizer Verkaufspersonal brauche «endlich griffige Schutzbestimmungen», heisst es in einer Unia-Mitteilung von heute. In den nächsten Monaten werde die Gewerkschaft solche in den ersten Betrieben durchsetzen.

Man habe keine übertriebenen Forderungen, sagte Lorenz Keller, Mediensprecher der Unia Zürich-Schaffhausen, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Konkret will sich die Gewerkschaft zusammen mit den Betroffenen für einen Mindestlohn von 4000 Franken einsetzen. Weitere Forderungen sind faire Arbeitszeitmodelle und angemessene Zuschläge für Spät- und Wochenendeinsätze.

Die gesetzlich geregelten Zuschläge gälten nämlich nur für unregelmässige Arbeit - also wenn es ausnahmsweise einmal spät werde, sagte Keller. Seien diese Einsätze aber regelmässig, fielen die Zuschläge lächerlich tief aus.

Man hoffe nun vorab «auf die Vernunft der Arbeitgeber», sagte Keller. Ansonsten habe man eine breite Palette gewerkschaftlicher Aktionen zur Verfügung - von der gemeinsamen Formulierung von Forderungen bis hin zum Streik als letztem Mittel. (kgh/sda)