Unwetter
Überschwemmungen fordern in Australien weitere Todesopfer

Bei den schweren Überschwemmungen im Nordosten Australiens sind seit Samstag drei Menschen ums Leben gekommen. Die Wassermassen haben einen grossen Teil des Outbacks in einen See verwandelt.

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Besonders betroffen: die Gegend um die Stadt Rockhampton.
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Auch betroffen: Känguru schucht Schutz auf Stein.
Schwere Unwetter verwandeln grosse Teile Australiens in einen See
Trotz Wassermassen die gute Laune nicht verloren: Einwohner von Rockhampton
Überschwemmtes Rockhampton im nördlichen Teil der Ostküste.
Hotel Fitzroy in Rockhampton: Nur noch mit dem Boot erreichbar.
Land unter Wasser: Der Nordosten Australiens.
Mann mit Gummiboot.

Besonders betroffen: die Gegend um die Stadt Rockhampton.

Keystone

Besonders dramatisch ist die Lage in Rockhampton. Die Stadt ist unter Wasser. Nun hat auch der Flughafen schliessen müssen, was den Nachschub an Nahrungsmitteln noch schwieriger macht.

Ein Militärflugzeug mit Nahrungsmitteln und Medikamenten wurde in einen nördlich von Rockhampton gelegenen Ort geschickt. Von dort sollten die Hilfsgüter mit Lastwagen in die 75000 Einwohner zählende Küstenstadt gebracht werden. Falls die Strasse bis Dienstag passierbar bleibe, solle ein weiterer Flug stattfinden.

Einwohner fliehen in die Höhe

Zahlreiche Einwohner Rockhamptons flohen inzwischen vor den Wassermassen in höher gelegene Notunterkünfte.

Die unter Wasser stehende Fläche im Osten Australiens ist inzwischen so gross wie Deutschland und Frankreich zusammen. In den nur schwach besiedelten Gebiet , leben rund 200000 Menschen. «Das ist eine grosse Naturkatastrophe, die Erholung wird viel Zeit brauchen», sagte Regierungschefin Julia Gillard. Sie verlängerte die Nothilfen für die Betroffenen. Die Schäden könnten sich am Ende auf mehrere Hundert Millionen Dollar belaufen. (rsn)

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