Eishockey
Trotz Siegen in Serie: Falcons wollen sich steigern

Nach dem überzeugenden Sieg im Spitzenkampf gegen Wiki (6:3) stehen die Huttwil Falcons in der Erstliga-Gruppe 2 souverän an der Tabellenspitze. Trotz 12 Siegen in Serie sehen die Huttwiler Steigerungspotenzial.

Walter Ryser
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Aargauer Zeitung

Das war wirklich nicht zu erwarten. Mit 12 Siegen in Serie geht der Erstliga-Eishockeyklub Huttwil Falcons in die Nati-Pause. Damit stehen die Huttwiler in der Gruppe 2 souverän an der Tabellenspitze. «Das haben wir uns hart erarbeitet», sagt Falcons-Assistenztrainer Samuel Balmer dazu. Dass die Huttwiler über ein gutes Kader verfügen, war bereits vor Saisonbeginn allen klar. Aber dass dieses derart klar das Geschehen in dieser Gruppe bestimmen würde, überrascht nun doch. «Die jungen Spieler haben wertvolle Impulse ins Team gebracht», sieht Falcons-Captain Robert Othmann einen wesentlichen Grund für die bislang makellose Bilanz.

Dadurch sei man ein schnelles Team geworden, das die Gegner oftmals überfordere. «Wir sind in der Lage, ein hohes Tempo anzuschlagen. Viele Equipen sind nicht in der Lage, dieses Tempo über eine längere Zeit mitzugehen», hat der 34-jährige Othmann erkannt.

So war es zuletzt auch im Spitzenspiel gegen den direkten Verfolger Wiki. Die Aaretaler machten lange Zeit eine gute Figur, mussten aber zwischendurch Verschnaufpausen einlegen, die von den Falcons resolut und spielentscheidend ausgenutzt wurden. «In diesem Spitzenkampf waren wir nicht bloss spielerisch gut, sondern auch mental sehr stark», erwähnt Othmann einen weiteren Trumpf dieser Truppe.

Oder anders gesagt: Die Huttwiler waren einfach cleverer, abgebrühter und effizienter, wie Othmann beim 4:1 gleich selbst demonstrierte, als er mit einem Hechtsprung einen Pass von Renato Schütz sehenswert verwertete.

Das perfekte Spiel im Visier

Der Match gegen Wiki hat angedeutet, dass die Falcons-Truppe in dieser Gruppe praktisch konkurrenzlos dasteht. Diese Sonderstellung birgt natürlich Gefahren - der Selbstüberschätzung und der Überheblichkeit. «Hier sind die älteren Spieler gefragt», betont der Nationalliga-erfahrene Othmann. «Wir müssen schauen, dass wir auf dem Boden bleiben und nicht überheblich werden.»

So sieht der Captain weiteres Steigerungspotenzial, vor allem im taktischen Bereich. «Wir müssen unser Spiel noch breiter anlegen und vor allem Detailpflege betreiben.» In diesem Punkt stimmt ihm Assistenztrainer «Sämi» Balmer zu: «Es gibt immer Sachen, die man verbessern kann. Unser Ziel ist es, dem perfekten Spiel nahe zu kommen.»

Die Falcons sind auf direktem Weg dahin. Im Moment mache es einfach sehr viel Spass, in diesem Team zu spielen, sagt Teamsenior Robert Othmann. Ausschlaggebend seien dabei aber nicht bloss die Siege, betont der Kanada-Schweizer. «Es ist vielmehr die Tatsache, dass der Klub klare Ziele verfolgt und etwas erreichen will, was den Siegen eine besondere Note verleiht und uns Spieler immer wieder anspornt.» Deshalb wolle man jetzt noch einmal einen Schritt vorwärts machen.

Die Nati-Pause will man gut nutzen, erwähnt «Sämi» Balmer. «Wir werden hart trainieren und eine solide Grundlage für die zweite Saisonhälfte schaffen.» Bei den Huttwil Falcons ist man sich einig: Zwölf Siege in Serie sind lediglich für die Statistik, ein Sieg im letzten Spiel der Saison wäre dann für die Geschichtsbücher.