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Trainer Paulo Sousa: «Porto war in allen Belangen besser»

Nach dem 0:4 in Porto und dem Aus im Champions-League-Achtelfinal zeigt sich FCB-Trainer Paulo Sousa vom Gegner beeindruckt. Gleichzeitig ist er trotz der Niederlage stolz und zufrieden über die gesamte europäische Kampagne.

Sebastian Wendel, Porto
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FCB-Trainer Paulo Sousa ist beeindruckt vom FC Porto

FCB-Trainer Paulo Sousa ist beeindruckt vom FC Porto

Keystone

Als Paulo Sousa über eine Stunde nach Spielschluss den Presseraum im Estadio do Dragão betritt, hat er seine drei Assistenten im Schlepptau. Doch statt den Worten ihres Chefs zu lauschen, tippen Nacho Torreno, Victor Sanchez und Manuel Cordeiro auf ihren Smartphones herum.

Danilo geht es nach Zusammenprall besser

Im Stadion wurde es mucksmäuschenstill, als Mitte der ersten Halbzeit Porto-Goalie Danilo mit Danilo zusammenprallte. Der Rechtsverteidiger blieb bewusstlos liegen und musste minutenlang gepflegt werden – zwischenzeitlich standen über zehn Sanitäter um ihn herum. Schliesslich wurde der Brasilianer, der im Sommer zu Real Madrid wechseln soll, mit dem Krankenwagen ins Spital gebracht. Nach dem Schlusspfiff konnte Porto-Coach Lopetegui erste Entwarnung geben: «Danilo geht es besser. Er ist bei Bewusstsein und kann alles bewegen.»(wen)

Vielleicht, weil es nach dem klaren Verdikt von 0:4 keine Worte mehr braucht. Paulo Sousa spricht trotzdem. Von der grossen individuellen Klasse, die Porto einfach zum besseren Team mache als der FCB es ist. Von der Enttäuschung darüber, dass seine Mannschaft in beiden Partien nicht zur Topform fand. «Hätten wir gespielt wie im Dezember in Liverpool, wäre das Endresultat vielleicht nicht so klar gewesen.»

Sousa zeigte sich beeindruckt von der Stärke Portos. «Wir haben alles gegeben. Aber wir mussten erkennen, dass Porto in allen Belangen besser ist.» Das hätten auch die Spieler in der Kabine realisiert – trotzdem sei die Enttäuschung natürlich gross. «Wir wollten Porto weiter vorne angreifen als im Hinspiel. Aber alle Rezepte, die wir anwendeten, wurden überstrahlt von der Klasse des Gegners.»

Für Paulo Sousa endete in Porto die erste Saison als Trainer einer Champions-League-Mannschaft. Dass er dabei gleich in die Achtelfinals einziehen konnte, mache ihn stolz und zufrieden. «Es war eine wunderbare Kampagne, in der wir viele gute Momente hatten und viele Erfahrungen sammeln konnten.»