Oberaargau
ToKJO will professioneller auftreten

Die regionale Jugendarbeit gibt sich einen neuen Beinamen. ToKJO nennt sich neu auch Kinder- und Jugendfachstelle Region Langenthal.

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Valerio Moser ist einer der ToKJO-Mitarbeiter

Valerio Moser ist einer der ToKJO-Mitarbeiter

Irmgard Bayard

«Entwicklung» und «Professionalisierung» sind Begriffe, die Thomas Bertschinger im Zusammenhang mit einer Pressemitteilung einige Male erwähnt. Der Geschäftsführer von ToKJO (Trägerverein für offene Kinder- und Jugendarbeit Oberaargau) erklärt damit den neuen Auftritt der regionalen Jugendfachstelle. Diese nennt sich neu ToKJO, Kinder- und Jugendfachstelle Region Langenthal. Wichtig sei vor allem, dass der Bereich Kinder stärker betont werde, sagt Bertschinger. Dieses Tätigkeitsfeld werde dieses Jahr ausgebaut und mit einer 50-Prozent-Stelle besetzt. Das sei aber in der öffentlichen Wahrnehmung zu wenig klar. «ToKJO wird oft einfach mit Jugendarbeit gleichgesetzt», sagt er.

Früher vier, jetzt neun Mitarbeiter

ToKJO organisiere jedoch nicht bloss einen Freizeitjugendtreff. «Deshalb wollen wir den Begriff Fachstelle mehr in den Vordergrund rücken und damit unsere Entwicklung besser zum Tragen bringen.» Bertschinger erinnert daran, wie ToKJO 2007 nach der Gründung des Trägervereins mit vier Mitarbeitenden begann. Heute arbeiten neun Personen (einige mit Teilzeitpensen) für die Kinder- und Jugendfachstelle. Im laufenden Jahr hat die Institution ein Budget von etwa 850000 Franken. Immer mehr Gemeinden seien in den vergangenen Jahren dazugekommen, ToKJO sei professioneller geworden, sagt der Geschäftsführer. «Wir wollen mit dieser Neuausrichtung in der Öffentlichkeit Klarheit schaffen.»

Die Kinder- und Jugendfachstelle, die ihre Büros im Silo am Mühleweg 21 hat, erhält aufgrund der personellen und operativen Erweiterung auch mehr Platz. Es wurden laut Mitteilung «zusätzliche Räume im gleichen Gebäude zugemietet». Die Tätigkeitsbereiche sollen zudem besser unterteilt werden. Es gebe neu sechs Teilbereiche, die jeweils zuständigen Personen unterstellt seien, sagt Bertschinger. «Diese Bereiche bestanden seit langem in unseren Köpfen, aber nicht in der Aussenwahrnehmung.» Die sechs Geschäftsbereiche sind wie folgt aufgeteilt: Kinderanimation (Christoph Lehmann); Jugendanimation (Anita Abegglen, Virginia Jampen, Valerio Moser, Lilian Stettler); Sozialraum orientierte Arbeit (Oliver Stein); Genderarbeit (Barbara Hösli); Jugendkultur (Christoph Lehmann); Beratung/ Prävention (Barbara Hösli).

Eine Marketingstrategie

So werde künftig jedes Projekt von ToKJO klar einem Bereich zugeteilt. «Wir müssen diesbezüglich mehr wie ein KMU denken», sagt Bertschinger. «Auch in diesem Bereich soll eben unsere Entwicklung verdeutlicht werden.» Er gibt zu, dass es sich auch um eine Art Marketingstrategie handelt, um ToKJO öffentlich noch besser zu präsentieren. Als nächstes Projekt hat sich ToKJO etwas im Bereich Kinderanimation ausgedacht. Laut Bertschinger will die Kinder- und Jugendfachstelle in der Region einen Kinderwanderweg entwickeln. (tg)