Terrasse
Terrasse: Inspiration, Ideen und viele Tipps

Den grossen Traum von einer Terrasse hat fast jeder und wenn man eine hat, will man nicht darauf verzichten. Deshalb geniesst der Lieblingsplatz bei der Gestaltung vielerlei Privilegien. Es wird mit Hingabe gewerkelt, verschönert und gestaltet, auch ausserhalb der Gartensaison. Zeit und Geld? Für die Schönheit des Lieblingsplatzes der Familie wird mit beidem nicht gegeizt. Lassen Sie sich inspirieren von unseren kreativen Ideen und den hilfreichen Tipps und Tricks.

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iStock.com/zhudifeng

Der Terrassenboden

Wer aus dem Haus auf die Terrasse tritt, lässt gern erstmal den Blick schweifen über das eigene Grundstück und nicht ohne Stolz. Der Blick schweift über die eigenen Ländereien, mögen diese auch am wenige Meter entfernten Gartenzaun enden. Es wird kräftig durchgeatmet und in die Sonne geblinzelt. Schon weil dieses Ritual gerne in Pantoffeln oder mit nackten Füssen vollzogen wird muss der Terrassenboden einen trockenen und sicheren Stand bieten. Zahlreiche Materialien – Holz, WPC, Natursteine, Beton oder Fliesen – sind geeignet, alle mit unterschiedlichen Eigenschaften und ästhetischen Reizen.

Während Steinplatten und Fliesen in Bezug auf ihre Langlebigkeit schwer zu überbieten sind, punktet Holz mit seiner warmen Ausstrahlung und vor allem damit, dass es sich im Sommer nicht zu stark aufheizt. Wer Tropenhölzer ökologisch bedenklich findet, kann auf heimisches Holz setzen. Wie wäre es mit Douglasie, Lärche oder Eiche? Ein Eichenboden mit glattem Profil bringt die Holzmaserung gut zur Geltung und entwickelt schnell eine schöne Patina. Kratzer sind dank der Materialhärte kein echtes Problem.

Unser Tipp für einen besonderen Akzent ist das rötliche Holz vom Tonkabohnenbaum, das als Cumaru in den Handel kommt. Preislich bleibt es hinter Teak, garantiert aber eine Langlebigkeit von 30 Jahren für Ihren Terrassenboden.

Die Terrassenüberdachung

Die Terrasse ist ein Freisitz und soll es auch bleiben. Von hier will man den Himmel sehen, aber auch im prasselnden Regen nicht fluchtartig nach drinnen umziehen müssen. Ein luftig-elegantes Glasdach vereint beide Vorzüge. Eventuell ergänzt mit einer Sonnenstore, für den Fall, wenn die Sonne mit allzu viel Wohlwollen vom Himmel lacht. Auf Wunsch gibt es die Schattenspender längst mit automatischer Steuerung per Funk durch die Wetterstation, also nicht nur in Abhängigkeit von der Helligkeit, sondern auch von der Windstärke.

Wer über ausreichend Platz verfügt, kann einen Teil der Terrasse überdachen, den anderen ohne Terrassenüberdachung den Wetterkapriolen überlassen. Der Aufbau des gewünschten Glasdachs ist vom Profi meist binnen einem oder höchstens zwei Tagen erledigt.

Lieblingsplatz und Terrassenmöbel

Damit die Terrasse tatsächlich zum sommerlichen Wohnzimmer wird, muss sie nicht nur schön, sondern auch praktisch sein. Zu den Entscheidungen, die später am meisten bereut werden, gehört ein zu kleiner Tisch. Wer die Zahl der Familienmitglieder abzählt und danach die Anzahl der Plätze und die Länge des Tisches berechnet, greift im wörtlichen Sinne zu kurz.

Selbst wenn nicht so häufig Gäste erwartet werden, signalisiert ein grosser Tisch eine gewisse Grosszügigkeit und verhindert zugleich, dass er für jede neue Nutzung vollständig abgeräumt werden muss. Schön wenn man das grosse Brettspiel einfach aufgebaut lassen kann, ohne das Abendbrot zu gefährden – das auf der Terrasse klassischer Weise vom Grill kommen darf. Dieser Grill muss nach unserer Ansicht übrigens keineswegs die Ausmasse einer Küche besitzen, schliesslich darf es draussen unkomplizierter zugehen als im Inneren, schon um einen reizvollen Kontrast zu schaffen. Etwas Holz und ein Rost leisten hier ausgezeichnete Dienste.

Wahre Prachtstücke an Terrassenmöbeln, gerade Terrassentischen, bietet zum Beispiel die Schaffner AG oder die Designermarke „Stahlzart“ (Grossröhrsdorf, Deutschland). Wer geschickte Hände hat, kann sich aus massiven Holzbohlen auch ein eigenes Unikat zimmern oder ein unbesäumtes Eichenbrett mit zwei Gestellen vom Schmied in eine grosse Tafel verwandeln.

Auf der sicheren Seite ist man mit einer abgestimmten Sitzgruppe aus Tisch und gut gepolsterten Stühlen aus Rattan, nicht nur optisch sondern auch in Sachen Haltbarkeit und beim Preis-Leistungsverhältnis. Die Kissenbezüge gibt es in verschiedenen kräftigen Farben, bei mutigen Käufern harmoniert die Sitzgruppe gleich mit dem bunten Blumenbeet.

Zu selten beachtet: der Stauraum

Gartenschrank, Truhenbank oder Kissenbox, Stauraum im Terrassenbereich bewahrt den stolzen Gartenbesitzer vor einem nie endenden Hin und Her. Aber stellen Sie sich bitte keine praktische Plastikkiste ins schöne Interieur! Von besonderer Raffinesse kann zum Beispiel eine relativ flache aber grosse Kiste sein (zum Beispiel 140 x 140 x 60 cm), die an den Ecken mit Ketten aufgehängt wird, im Inneren Stauraum bietet und – je nach Höhe der Anbringung – zugleich temporär als Stehtisch oder Liegewiese dienen kann – ein Terrassenmöbel von erstaunlicher Vielseitigkeit.

Für romantische Nächte

Was fehlt? Die Romantik. Mit einer grossen Feuerschale auf der Terrasse ist hier leicht Abhilfe geschaffen, die gestapelten Holzscheite daneben sorgen auch am Tag für das passende Flair. Oder Sie machen es wie die Norweger: Hier gibt es in kleinen Orten am Fjord oft einen langen Tisch mit eingelassenem Holzkohlegrill (hier allerdings auf öffentlichem Gelände und damit für jeden nutzbar), an dem das halbe Dorf Platz findet. Gegrillt wird, wenn die ersten Scheite ein gutes Glut-Bett gebildet haben. Nach dem Essen dürfen für einen langen Abend immer wieder neue Scheite nachgelegt werden.