Burgdorf
SVP-Motion zu Berner Fachhochschule ohne Chance

Der Regierungsrat hält an seinem Beschluss fest, die Berner Fachhochschule (BFH) in Bern und Biel zu konzentrieren. Der Standort Burgdorf soll mittelfristig aufgegeben werden. Diesen Bescheid erhielten sechs SVP-Grossräte als Antwort auf ihre Motion.

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Fachhochschule in Burgdorf

Fachhochschule in Burgdorf

az Langenthaler Tagblatt

Der Regierungsrat begründet seinen Entschluss unter anderem mit zu hohen Kosten und schwindender Attraktivität. Es brauche künftig wenige und zentral gelegene Standorte und eine gute Infrastruktur, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Nicht zuletzt deshalb seien anderswo für Fachhochschulen Neubauten in grösserem Umfang entstanden oder befänden sich noch im Bau. «Die BFH verliert damit im Wettbewerb an Attraktivität, vor allem in den räumlich verzettelten Bereichen: Seit 2003 sei die Anzahl der Neueintritte von Studierenden im Bereich Technik und Informatik stark rückläufig und verlaufe deutlich unterdurchschnittlich im Vergleich zur Gesamtschweiz.»

Hätten 2003 noch 490 Studierende dieses auf mehrere BFH-Standorte verteilte Angebot gewählt (Schweiz: 2754), so seien es 2009 nur noch 268 gewesen (2735). Der Regierungsrat ist einzig bereit, die Forderung anzunehmen, er solle an der BFH «Doppelspurigkeiten beseitigen und Synergien nutzen».

Neue Motion wurde letzte Woche eingereicht

Vergangene Woche haben 21 Grossräte aller Parteien aus den Regionen Oberaargau und Emmental bereits eine neue Motion eingereicht. Auch mit diesem Vorstoss wird der Erhalt des BFH-Standortes Burgdorf gefordert.

Und am nächsten Montag präsentiert der Gemeinderat Burgdorf der Öffentlichkeit seine Analyse zum regierungsrätlichen Bericht «Standortkonzentration BFH». «Wir kommen zum Schluss, dass der Entscheid teilweise auf falschen Fakten beruht, regional- und wirtschaftspolitisch nicht nachvollziehbar und für das Interesse der gesamten Fachhochschule nachteilig ist», schreibt der Gemeinderat in der Einladung an die Medien. (uz)