Langenthal
Stephan und Stephan als SCL-Führungsduo?

Der Unternehmer Stephan Zaugg will Vereinspräsident werden. Er ist überzeugt von der Arbeit in der Nachwuchsabteilung und will diese weiterbringen.

tobias granwehr
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Stephan Zaugg, designierter Präsident des SCL-Nachwuchses. tg

Stephan Zaugg, designierter Präsident des SCL-Nachwuchses. tg

Solothurner Zeitung

Viel war die Rede von Kontinuität, Stabilität und Entwicklung gestern Morgen auf der Geschäftsstelle des SC Langenthal (SCL). Seit zwei Jahren präsidiert Gian Kämpf, Geschäftsführer der SC Langenthal AG, interimistisch und im Nebenamt den eigenständigen Verein SC Langenthal.

Dem Verein ist die Nachwuchsbewegung unterstellt. Diese Doppelbelastung soll für Kämpf ein Ende haben. Bald könnten Stephan und Stephan den SCL in die Zukunft führen. Stephan Anliker als Verwaltungsratspräsident der AG und Stephan Zaugg als neuer Präsident des Vereins. Letzterer stellt sich an der Hauptversammlung am 15. Juni im Hotel Bären als Kandidat zur Verfügung.

Erfreuliche Entwicklung

Er freue sich, einen Kandidaten gefunden zu haben, der die Aufgabe mit viel Freude und Engagement antreten wolle, sagte Kämpf. Zaugg ist Inhaber der Zaugg AG Rohrbach, die in der Krantechnik tätig ist.

Sein Interesse am Eishockey und am SC Langenthal hat eine gewisse Logik: Zwei seiner vier Kinder spielen im Nachwuchs des SCL. Wenn er als Vater von Spielern sehe, wie sich die Nachwuchsbewegung entwickelt habe, sei das ein Quantensprung gegenüber früher, so Zaugg. «Ich steige nicht in ein Boot, dass keine Zukunft hat. Der Verein hat mittlerweile ein gutes Image, das wir weiter gegen aussen vertreten müssen.» Heinz Schlatter, früher SCL-Geschäftsführer und heute Kernaktionär und Verwaltungsrat, habe ihn zur Kandidatur bewogen. «Ich bin mit meiner Firma überregional tätig und kann meine Kontakte gerade im Bereich Sponsoring nützen», sagte Zaugg. Denn ihm ist wichtig: «Der Nachwuchs darf für die SCL AG keine Belastung sein.»

Schlatter, der eine Zeit lang weg war vom SCL und jetzt wieder aktiv im Klub mithilft, bestätigte Zauggs Eindruck von der Entwicklung im Nachwuchs. Er sprach sogar von einer «sensationellen Entwicklung». Es herrsche Kontinuität und Stabilität. «Jetzt müssen wir unser Ausbildungskonzept weiterführen», so Schlatter, dessen Sohn ebenfalls beim
SCL spielt.

Auch für Anliker ist die Kontinuität entscheidend. Es gebe nur einen SCL, auch wenn es zwei Abteilungen seien. «Wir haben alle immer am gleichen Strick gezogen.» Für die Breite der SCL-Führung könne Zaugg nur gut sein, sagte Anliker und warb schon für dessen Wahl.

Saisonvorbereitung läuft bereits

Im vergangenen Herbst kamen nach der gescheiterten Zusammenarbeit mit den Huttwil Falcons gegen 60 neue Junioren zum SCL. Das stellt die Nachwuchsverantwortlichen vor allem in den Bereichen Transport und Eisauslastung vor grosse Herausforderungen.

Jetzt läuft bereits die Vorbereitung für die nächste Saison des Nachwuchses. Dessen Geschäftsführer Alex Chatelain erklärte gestern: «Wir sind viel weiter als vor einem Jahr.» Erfreulich ist für den SCL auch: Der Vertrag mit Ausbildungschef und Elite-Junioren-Trainer Olivier Horak konnte um zwei Jahre verlängert werden. Ein weiteres Zeichen der angestrebten Kontinuität im Verein.