Huttwil
Sportzentrum Huttwil: 100 Asylbewerber statt KHL-Stars?

Neue Aufregung um das Nationale Sportzentrum: Kommen mehr als 100 Asylbewerber statt Sportstars nach Huttwil? Zurzeit wird geprüft, ob das Sportzentrum für eine Nutzung als Asylunterkunft geeignet wäre.

Merken
Drucken
Teilen
Als Eishalle wird das Sportzentrum Huttwil nicht mehr gebraucht. Kommen nun Asylbewerber? joh

Als Eishalle wird das Sportzentrum Huttwil nicht mehr gebraucht. Kommen nun Asylbewerber? joh

Solothurner Zeitung

Klar ist: Der Langenthaler Unternehmer Markus Bösiger wird am Freitag auf Einladung von Alex Medwedew mit einer Viererdelegation für drei Tage nach Riga (Lettland) fliegen und das All-Star-Game der Kontinental Hockey League (KHL) besuchen. Medwedew ist Präsident der russischen KHL, der zweitwichtigsten Liga der Welt.

Ab der Saison 2014/15 planen die Russen mit einem Team aus der Schweiz – den «Helvetics» im Nationalen Sportzentrum in Huttwil. Am 17. Dezember 2011 wurden die ersten Verträge unterschrieben (wir berichteten).

Ausbau nach KHL-Standarts

Das Gesuch um Aus- und Umbau des Nationalen Sportzentrums auf KHL-Standards ist inzwischen eingereicht und publiziert (Bauvolumen etwa 20 Millionen Franken). Was aber ist, wenn die Baubewilligung auf sich warten lässt? Wie die Zeit bis zum KHL-Start überbrücken?

Eine Möglichkeit ist die vorübergehende Nutzung des Nationalen Sportzentrums als Unterkunft für Asylbewerber. Schliesslich hat das Sportzentrum auch 120 Betten für Sportler. Bösiger bestätigt auf Anfrage: «Ja, es stimmt, wir haben entsprechende Abklärungen bei verschiedenen Behörden getroffen.» Es gebe einen dringenden und grossen Bedarf an Asylunterkünften.

«Die Nutzung des Sportzentrums als Asylantenunterkunft wäre zonenkonform und wir haben alles: Zimmer, Betten, Küche und Aufenthaltsräume», so Bösiger. Er sage nicht, dass er das Sportzentrum als Asylunterkunft nutzen wolle. «Aber wir prüfen, ob das eine Option sein könnte. Offensichtlich gibt es ein sehr grosses Interesse.»(kza)