Oberengstringen
Sportanlage Brunewiis: Neuer Vorschlag für mehr Fussballspiele

Im Juni entscheidet das Volk über 900000 Franken, um die Sportanlage Brunewiis zu erneuern.

David Egger
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Sportanlage Brunewiis Oberengstringen
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Diese beiden Fussballplätze werden umgebaut. Der vordere Platz wird vergrössert, der Sandplatz dahinter wird durch einen Naturrasen-Platz ersetzt.
Die Zuschauerstufen bei der Schulwiese: Keine ist gleich hoch wie die andere. Sie sollen neu gebaut werden.
Wer hier professionell Weitwurf betreiben will, lebt gefährlich. Gleich daneben befindet sich die Weitsprunganlage. Dieser Teil soll 2017 saniert werden.
Bei der Weitsprunganlage und der Sprint-Laufbahn (Vordergrund) muss der Belag saniert werden. Dieses Teilprojekt kommt erst nächstes Jahr.
Hier soll das neue Beachvolleyball-Feld entstehen, das zugleich als Kugelstossanlage dienen wird. Das Beachvolleyball-Feld wird für nationale Spiele zugelassen sein.
Wegen der Vergrösserung der beiden Fussballplätze muss auch die Finnenbahn (im Bild) und die Zufahrt zum FC-Clubhaus angepasst werden.
Die Skateranlage soll dann ebenfalls erst 2017 saniert werden.
Der Allwetterplatz, auf dem Basketball, Fussball und Handball gespielt werden kann, ist zurzeit nicht mehr allwettertauglich. Auch seine Sanierung folgt 2017.
Am Hauptplatz des FC Engstringen wird nichts geändert, er ist gut in Schuss.
Die Arbeiten für den Anbau am Allmend-Schulhaus (beiges Gebäude) laufen seit Mitte März. Die Fussballplatz-Baustelle wird die gleiche Baustellenzufahrt nutzen können.

Sportanlage Brunewiis Oberengstringen

David Egger

René Beck nimmt gleich selber den Vorwurf in den Mund, den allfällige Sportplatz-Gegner an der Gemeindeversammlung im Juni vorbringen könnten. «Eine Salamitaktik betreiben wir nicht», sagt der CVP-Gemeinderat und Bauvorstand. Der Vorwurf käme nicht von ungefähr: Statt wieder ein ganzes Sportanlagenprojekt für über vier Millionen Franken zu schnüren, hat der Gemeinderat die Auffrischung der Sportanlage zweigeteilt.

Der erste Projektschritt kostet 900 000 Franken. Davon ist der grösste Brocken der Fussballplatz «Schulwiese». Dieser Naturrasen-Fussballplatz soll vergrössert werden. So könnten künftig auch dort Meisterschaftsspiele angepfiffen werden. Die Betonstufen für Zuschauer, welche heute mehr einem Schutthaufen als einer Treppe ähneln, sollen ebenfalls neu gebaut werden. Dazu kommen neue sechs Meter hohe Zäune auf den beiden Stirnseiten des Platzes, um hohe Bälle einzufangen. Weiter muss die alte Beleuchtung weg. Ersetzt wird sie durch sechs neue, zehn Meter hohe Kandelaber mit total 16 Scheinwerfern. Das ermöglicht Trainings und Spiele am Abend. Total kosten die Bauten am Fussballplatz «Schulwiese» 380 000 Franken.

FCE-Präsident ist zufrieden

Mit 200 000 Franken schlägt der alte Sandplatz zu Buche, der wie der grosse Rest der Sportanlage 1964 eröffnet wurde und nun durch einen Naturrasen-Fussballplatz ersetzt werden soll, mit Zuschauerraum und Beleuchtung.

Reto Keller, Präsident des FC Engstringen, ist zufrieden mit dem neuen Projekt: «Wird es umgesetzt, haben wir kein Platzproblem mehr.» Der FC wird zudem etwas Geld sparen. Weil er zurzeit zu wenig Platz und zu wenig Licht hat, nutzt er Rasen in Geroldswil und der Stadt Zürich. Das kostet den FC 1600 Franken pro Jahr. Da die neuen Fussballplätze im September nicht gleich bespielbar sein werden, werden die FC-Junioren in der im August startenden Vorrunde nur Auswärtsspiele bestreiten. Für Juniorenspiele in der ersten Jahreshälfte 2017 klärt der FC ab, ob er sie zum Beispiel auf den Fussballrasen der Schulhäuser Gubrist und Rebberg abhalten könnte. Zudem steht der Hauptplatz, auf dem die Erwachsenen spielen, während der ganzen Bauzeit zur Verfügung. Denn am Hauptplatz wird nichts geändert.

Kostengenauigkeit: 25 Prozent

Wegen der Neugestaltung der beiden anderen Plätze müssen die Finnenbahn und die Zufahrt zum Clubhüttli des FC Engstringen ebenfalls angepasst werden. Dies und das neue Beachvolleyballfeld, das neben der bestehenden Skater-Anlage zu liegen kommt, kostet zusammen 75 000 Franken. Weitere Kosten, zum Beispiel für den Abbruch bestehender Anlagen, technische Arbeit und Unvorhergesehenes, belaufen sich auf 450 000 Franken, was schlussendlich den Totalkredit von 900 000 Franken ergibt, über den das Volk am 13. Juni abstimmt. Die Kostengenauigkeit beläuft sich gemäss technischem Bericht auf 25 Prozent. Will heissen: Im schlechtesten Fall resultieren Kosten von 1,1 Millionen Franken.

Erst im Herbst kommt dann die dringend nötige Sanierung des Allwetter-Basketballplatzes, der Skater-Anlage und der Sprint-Laufbahn aufs Tapet. Diese kostet laut Bauvorstand René Beck etwa 450 000 Franken. Über das Geld wird der Gemeinderat selber bestimmen, da er diesen Projektschritt als reine Sanierung und darum als gebundene Ausgabe ansieht. Das Volk wird dazu indirekt etwas zu sagen haben, in dem es Ende November über das Budget 2017 als Ganzes abstimmen wird.

Der Gemeinderat hat das Sportanlagen-Projekt zweigeteilt, weil der erste Schritt mit den Fussballplätzen und dem Beachvolleyballfeld das Erscheinungsbild der Sportanlage ändern wird, der zweite Schritt mit den verschiedenen Sanierungen hingegen nicht. Mit dem Baustart auf dem Fussballplatz im Juli können zudem Synergien mit der Baustelle des Allmend-Schulhauses genutzt werden, zum Beispiel die gleiche Baustellen-Zufahrt.

Beim letzten Projekt, das 2014 abgelehnt wurde, waren die Kosten ein wichtiges Argument der Gegner. Nun wurde massiv abgespeckt. Gemeinderat René Beck sagt es so: «Billiger wäre es nur, wenn wir gar nichts machen.»

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