SP-Präsident spricht FDP zweiten Bundesratssitz ab

Die Sozialdemokraten fahnden zudem nach ihrer Ex-Präsidentin Ursula Koch.

SaW Redaktion
Drucken
Teilen
SP- Präsident Christian Levrat Foto: HO

SP- Präsident Christian Levrat Foto: HO

Schweiz am Wochenende

Die FDP gerät im Hinblick auf die eidgenössischen Wahlen von 2015 zunehmend unter Druck. Denn jetzt will SP-Präsident Christian Levrat den Freisinnigen einen Bundesratssitz wegnehmen. Die FDP habe sich aufgelöst, sei zum Junior-Partner der SVP geworden, sagt Levrat. «Deshalb ist die Frage berechtigt, ob sie nicht einen ihrer beiden Sitze der SVP überlassen müsste.»
Solange SVP und FDP im Parlament keine Mehrheit stellen würden, hätten sie keinen Anspruch auf vier Bundesräte, sagt Levrat. Und betont: «Wir werden alles tun, um zu verhindern, dass diese zwei Parteien die Regierungsmehrheit erhalten.»
Damit stellt sich eine zweite Partei gegen die FDP. Bereits im Sommer stellte BDP-Präsident Martin Landolt die Doppelvertretung der FDP in der Landesregierung infrage.
Im Herbst feiern die Sozialdemokraten ihr 125-Jahr-Jubiläum – mit all ihren amtierenden und ehemaligen Exponenten. Auch die früheren Parteipräsidenten sind geladen. Doch nicht alle werden kommen.
Denn Ursula Koch war für die Partei unauffindbar, wie SP-Generalsekretärin Flavia Wasserfallen festhält. Auch enge Weggefährten aus der SP Zürich, wo Koch Stadträtin von 1986 bis 1998 war, wissen nicht, wo sich die
72-Jährige aufhält.
Mehr Themen finden Sie in der gedruckten Ausgabe oder über E-Paper!

Aktuelle Nachrichten