Wetter
Sommerunwetter verursachen einen Schadens-Rekord im Kanton Zürich

Zwei Unwetter in diesem Juli haben im Kanton Zürich fast doppelt so viele Gebäude-Schäden angerichtet, als alle Wetterkapriolen des vergangenen Jahres zusammen.

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Hagelkörner verursachen einen enormen Schaden. (Archiv)

Hagelkörner verursachen einen enormen Schaden. (Archiv)

Yvonne Steiner

Der diesjährige Juli hat Spuren hinterlassen: Verheerend war vor allem das Gewitter vom 1. Juli, als Sturmböen und bis zu 4 Zentimeter grosse Hagelkörner enorme Schäden hinterliessen. Nur zwei Tage später sorgten zudem sintflutartige Regenfälle für viele Überschwemmungen, vor allem auf Zürcher Stadtgebiet.

Bis jetzt gingen bei der GVZ alleine wegen dieser beider Tage 6476 Schadenmeldungen ein. Die Versicherung rechnet aus Erfahrung damit, dass diese Zahl in den kommenden Wochen noch etwas ansteigen wird. Gemäss einer Mitteilung der GVZ vom Montag dürften die beiden Unwetter etwa 7000 Schäden angerichtet haben.

Keine Prämienerhöhung geplant

Die Schadensumme dürfte insgesamt bis zu 40 Millionen Franken betragen. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr zahlte die GVZ 25 Millionen Franken für Elementarschäden aus, allerdings sind in dieser Zahl sämtliche Schäden des ganzen 2011 zusammengezählt. In diesem Jahr reichten zwei Unwetter aus, um diesen Betrag fast zu verdoppeln.

«Uns fällt auf, dass wetterbedingte Schäden in den letzten Jahren kontinuierlich zunehmen», sagte Conrad Gossweiler, Direktor der GVZ, auf Anfrage der sda. Das Finanzpolster der Versicherung ist bis jetzt aber noch genügend gross. «Eine Prämienerhöhung ist nicht geplant», sagte er weiter.