Oberlandautobahn
So soll die Lücke der Oberlandautobahn geschlossen werden

An einer ersten von zwei Informationsveranstaltungen im Zürcher Oberland hat Regierungsrat Ernst Stocker zwei voraussichtlich bewilligungsfähige Linienführungen für den Lückenschluss der Oberlandautobahn vorgestellt.

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Regierungsrat Ernst Stocker hat zwei voraussichtlich bewilligungsfähige Linienführungen für den Lückenschluss der Oberlandautobahn vorgestellt. (Archiv)

Regierungsrat Ernst Stocker hat zwei voraussichtlich bewilligungsfähige Linienführungen für den Lückenschluss der Oberlandautobahn vorgestellt. (Archiv)

Keystone

Bis Ende Jahr sollen die Varianten mit einer Umweltverträglichkeitsprüfung und der Vorbereitung des Richtplaneintrags weiter konkretisiert werden. Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker betonte die Notwendigkeit des Lückenschlusses der Oberlandautobahn, um die wirtschaftliche Entwicklung der Region sicherzustellen. Zur Entlastung der Gemeinden vom Verkehr aber auch zur Sicherstellung der Pünktlichkeit der heute im Stau stehenden Busse sei es notwendig, diese Lücke zu schliessen.

Lückenschluss Oberlandautobahn

Im Juni 2012 hatte das Bundesgericht mit seinem Urteil das Projekt Lückenschluss Oberlandautobahn zurückgewiesen, da dieses im Abschnitt Wetzikon bis Hinwil die Moorlandschaft in unzulässiger Weise beeinträchtigt hätte. Im September 2012 hat der Regierungsrat beschlossen, bis zur Aufnahme der A53 ins Nationalstrassennetz Anfang 2014 eine Studie für mindestens eine bewilligungsfähige Variante auszuarbeiten. Unter engem Einbezug der Standortgemeinden und des Bundesamtes für Strassen (ASTRA) soll als nächstes die Streckenführung ab Wetzikon West konkretisiert und auf ihre Machbarkeit hin geprüft werden.

Markus Traber, Chef des Amts für Verkehr, stellte die verschiedenen Abklärungen vor, die in den letzten Monaten gemacht wurden. Zum Einen habe eine Überprüfung ergeben, dass nur eine Linienführung möglichst nahe des ursprünglichen, vom Bundesgericht zurückgewiesenen Projekts, die gewünschte Entlastung von Wetzikon bringe. Aufgrund der bereits heute hohen Verkehrsmenge komme aber nur eine vierspurige Variante in Frage. Dies schliesse auch Varianten im Bereich der heutigen Kantonsstrasse zwischen Hinwil und dem Kreisel Betzholz aus, die aus Gründen des Moorlandschaftschutzes nicht ausbaubar sei. Zwischen Uster Ost und Wetzikon West könne die Linienführung aus dem bisherigen Projekt übernommen werden.

Linienführung östlich oder westlich von Grüt

Der Kanton sieht zwei Möglichkeiten für weitgehend unterirdisch geführte Linienführungen, die voraussichtlich bewilligungsfähig sind: Westlich von Grüt bis zur Forchautostrasse beim heutigen Anschluss Ottikon oder östlich von Grüt mit einem neuen Anschluss bei Herschmettlen. «Die Schutzinteressen im Zürcher Oberland sind vielfältig,» führte Markus Traber in seinem Referat aus, in dem er den Stand der Arbeiten vorstellte. «Aus heutiger Sicht sind aber bei den beiden übriggebliebenen Linienführungen keine unüberwindbaren Hindernisse festzustellen.»

Regierungsrat Ernst Stocker betonte schliesslich, dass der Kanton lediglich eine mögliche Linienführung dem Bund vorschlagen könne. Das endgültige Projekt für den Lückenschluss werde der Bund ausarbeiten. Um das Anliegen des Kantons für eine rasche Realisierung zu unterstreichen, werde man dieses Jahr noch einen Richtplaneintrag beim Kantonsrat beantragen.

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