Hallenschwinget
Sempach-Brüder dominieren klar an der Hallenschwinget

Im Schlussgang des Thöriger Hallenschwingets standen sich Matthias und Stefan Sempach, das Brüderpaar aus Alchenstorf, gegenüber. Nach etwas mehr als drei Minuten entschied Matthias, der ältere der beiden, den Final mit einem wuchtigen inneren Haken zu seinen Gunsten.

Armin Leuenberger
Drucken
Teilen
Matthias Sempach (rechts) setzte sich im Schlussgang in Thörigen gegen seinen Bruder Stefan durch. Armin Leuenberger

Matthias Sempach (rechts) setzte sich im Schlussgang in Thörigen gegen seinen Bruder Stefan durch. Armin Leuenberger

Die Brüder Sempach standen sich bereits zum fünften Mal in einem Schlussgang gegenüber. Immer hiess der Sieger Matthias und das war auch in Thörigen nicht anders. Ohne grosse Probleme schaffte «Mättu», der Brünig-Sieger des Vorjahres, mit vier Maximalnoten und einem Gestellten gegen den defensiven und ohne Mut und Risiko kämpfenden Urs Schütz im fünften Gang, die Schlussgangteilnahme.

Sein Bruder Stefan qualifizierte sich mit einem Gestellten zum Auftakt gegen den starken Marcel Brunner vom SK Sumiswald und vier gewonnenen Gängen für die Endausmarchung.

Erstes Kranzfest in Mont-sur-Rolle

Seinen letzten Ernstkampf bestritt Stefan Sempach vor genau anderthalb Jahren auf der Lueg. Seither fehlte der Turner infolge zweier schwerer Hüftoperationen auf den Schwingplätzen. Am Sonntag feierte er nun in Thörigen einen ausgezeichneten Wiedereinstieg. Seit November trainiert der Firmenkundenberater bei der Berner Kantonalbank in Langenthal wieder regelmässig. Das Ziel ist klar: Das «Eidgenössische» 2012 in Burgdorf.

«Nach meinem Start in Kirchberg Mitte Februar darf ich mit Zufriedenheit feststellen, dass meine Form stimmt», freute sich Matthias Sempach nach seinem Sieg in Thörigen. Seine Freiluftsaison startet der 14-fache Kranzfestsieger am 6. Mai als Gast am Waadtländer Kantonalen in Mont-sur-Rolle. Ausgezeichnet gestartet ist in Thörigen auch Simon Bohner. Der Rumisberger belegte nach vier Gängen Platz zwei und hatte alle Chancen, sich noch für den Schlussgang zu qualifizieren. Doch dann musste er im fünften Gang, trotz aggressiver Schwingweise, dem Emmentaler Marcel Brunner ein Remis zugestehen.

Der Berner Oberländer Hanspeter Luginbühl verlor nur gerade gegen Matthias Sempach im vierten Gang und wurde daher hinter dem überragenden Sieger Zweiter. Der Mann aus Aeschi: «Gegen Sempach hatte ich nie den Hauch einer Chance.» Überzeugt hat auch der noch nicht 16 Jahre alte Remo Käser. Er führt die Zwischenrangliste in der Nachwuchswertung des Lueg-Cup an.