Kanton Zürich
Security-Firma beschützt sich bedroht fühlende Jugendanwälte

Jugendliche Verdächtige reagieren bei Einvernahmen durch die Staatsanwaltschaft zunehmend mit Gewalt. Die Jugendanwälte müssen deshalb vermehrt beschützt werden. Wegen Personalmangels delegiert der Kanton diese Aufgabe an eine private Security-Firma.

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Immer mehr Jugendliche Verdächtige reagieren bei Einvernahmen durch die Staatsanwaltschaft mit Gewalt. (Symbolbild)

Immer mehr Jugendliche Verdächtige reagieren bei Einvernahmen durch die Staatsanwaltschaft mit Gewalt. (Symbolbild)

Keystone

In den letzten Jahren hat die Zahl von bedrohlichen Situationen bei Einvernahmen deutlich zugenommen. Wie der Regierungsrat in einer am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf eine SVP-Anfrage schreibt, hätten die Jugendanwälte und -anwältinnen deshalb vermehrt das Bedürfnis geäussert, bei Vernehmungen beschützt zu werden.

Dafür hat die Kantonspolizei allerdings zu wenig Leute. Sie kann die Jugendanwälte nur dann beschützen, wenn von einer konkreten Gefährdung auszugehen ist. In den anderen Fällen werde eine private Sicherheitsfirma aufgeboten.

Bei Erwachsenen sind immer Polizisten dabei

Der Regierungsrat betont in seiner Antwort, diese Security-Mitarbeiter würden intern für diese Aufgabe geschult. Vor der Einvernahme würden sie zudem ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie an das Amtsgeheimnis gebunden seien.

Wenn Erwachsene vernommen werden, kommt diese Sicherheitsfirma allerdings nicht zum Zug. Dann seien aus Sicherheitsgründen immer Polizeiangehörige anwesend. In den meisten Fällen sind es Polizisten und Polizistinnen in Ausbildung, die bei der Einvernahme gleichzeitig auch noch das Protokoll führen.