Zürcher Kantonsrat
Schulbeurteilung erfolgt nur noch alle fünf Jahre

Schulbeurteilungen im Kanton Zürich finden künftig nur noch alle fünf statt wie bisher alle vier Jahre statt. Der Kantonsrat hat heute Montag die entsprechende Änderung des Volksschulgesetzes mit 94 zu 69 Stimmen gutgeheissen.

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Die Schulen werden weiterhin beurteilt. (Symbolbild)

Die Schulen werden weiterhin beurteilt. (Symbolbild)

AZ

Die seit August 2006 tätige Fachstelle für Schulbeurteilung hatte bisher den Auftrag, die Qualität jeder Zürcher Schule im Vierjahresrhythmus zu überprüfen. Mit der Verlängerung des Zyklus für Schulevaluationen auf fünf Jahre sollen Schulen und Fachstelle entlastet werden. Die Änderung angestossen hatten Kantonsräte von SVP, EVP und CVP.

Mit einer Parlamentarischen Initiative (PI) verlangten sie allerdings, die Fachstelle gleich ganz abzuschaffen. Deren Aufwand sei immens, der Nutzen dagegen gering. Die Bildungsdirektion reagierte auf die Kritik und berief einen Runden Tisch mit Vertretern der Volksschule ein und es wurden verschiedene Massnahmen erarbeitet. Die Bildungskommission des Kantonsrates beantragte darauf, die Initiative abzulehnen, im Sinne eines Gegenvorschlages aber die Schulevaluation auf fünf Jahre auszudehnen.

Von den ursprünglichen Initianten hielt einzig die SVP an der PI fest. Mit dem Gegenvorschlag würden die in der Initiative genannten Missstände «nur sehr marginal» behoben, sagte Matthias Hauser (Hüntwangen). Unterstützt wurde die Partei dabei von der EDU und den Grünliberalen, von denen sich allerdings fünf Parlamentarier der Stimme enthielten. Durch die nun beschlossene Änderung fallen bei der Fachstelle voraussichtlich 600 Stellenprozente weg.