Eishockey
SC Langenthal läuft sich gegen Lausanne HC für die Playoff warm

Am Dienstag Abend geht für den SC Langenthal mit dem Heimspiel gegen den Lausanne HC die Qualifikation zu Ende. Dank konstanter Leistung und einer starken Defensive setzten sich die Langenthaler auf dem zweiten Platz fest.

Leroy Ryser
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Marc Eichmann, Goalie des SC Langenthal, ist voll des Lobes für seine Vorderleute.bieri

Marc Eichmann, Goalie des SC Langenthal, ist voll des Lobes für seine Vorderleute.bieri

Zeit, um auf die 44 bisher gespielten Begegnungen zurückzublicken. Der SC Langenthal eroberte früh im neuen Jahr den zweiten Platz und konnte diesen schon vier Runden vor Schluss der Qualifikation definitiv sichern. Einen grossen Verdienst hatte dabei die Defensive, welche heute nach dem Spiel gegen Lausanne mit grösster Wahrscheinlichkeit zur besten Abwehr der Liga gekürt wird (2,43 Gegentreffer/Spiel).

Starke Defensive

«Das freut mich natürlich», gibt der statistisch beste Torwart der Liga, Marc Eichmann, zu. «Es ist für mich eine Bestätigung meiner Arbeit. Aber ich habe das nicht alleine geschafft.» Einen grossen Anteil daran hätten seine Vorderleute, wie beispielsweise Marc Schefer und Yves Müller. Die beiden formieren seit dieser Saison das erste Abwehrduo. «Bei uns funktioniert es so gut, weil wir ähnliche Spielertypen sind. Weder Marc noch ich sind die Abräumer, wir sind eher spielerische Verteidiger», erklärt Yves Müller. Marc Schefer erwähnt einen weiteren wichtigen Punkt: «Wir wissen, was der andere macht. Die Bewegungsabläufe sind einstudiert.»

Wichtige Niederlage gegen Ajoie

Davon kann auch die Integrationsfigur im Tor der Langenthaler profitieren. «Man sieht, dass meine Vorderleute Erfahrung aus Spielen in höheren Ligen mitbringen. Sie stehen sehr gut – und wenn etwas aufs Tor kommt, schiessen mich die Gegner sogar noch an», sagt Marc Eichmann lachend. Die Statistik verdeutlicht die Worte des Goalies: Marc Schefer lief 378 Mal in der höchsten Schweizer Liga auf, Noël Guyaz spielte 611 Partien in der NLA und Marc Leuenberger trat 484 Mal gegen die Besten der Schweiz an. «Ich kann hier enorm viel lernen und nähere mich so meinem Ziel, der Nationalliga A», sagt Yves Müller begeistert.

Gerade in Situationen wie zuletzt gegen die GCK Lions zahlt sich diese Erfahrung aus. Nachdem die Langenthaler in Ajoie nicht zu brillieren vermochten (3:5-Niederlage), spielten sie auch zu Hause gegen die Zürcher nicht überzeugend. Im letzten Drittel schien aber alles wieder in guter Ordnung, der SCL verwandelte einen 0:2-Rückstand in einen 5:2-Sieg.

«Die Niederlage gegen Ajoie war wichtig. Wir hatten die ganze Saison mit einem soliden defensiven Spiel Erfolg und begannen halbherzig zu agieren. Im Jura haben wir bemerkt, dass das nicht reicht», erklärt der SCL-Keeper und setzte sogar noch einen drauf: «Ich bin überzeugt, dass wir uns im Playoff-Viertelfinal nur selbst ein Bein stellen können.» Gerade deshalb ist für Marc Eichmann eines klar: «Ich mache seit sechs Jahren kein Geheimnis daraus: Ich will auch dieses Jahr den Pokal.»