Aufwertung
SBB investieren halbe Milliarde in Bahnhof-Umbauten

Dei SBB wollen nun auch mittlere und kleine Standorte aufwerten. Dafür werfen die Bahnen im nächsten Jahr 500 Millionen Franken auf Das ist drei Mal mehr als in den letzten Jahren.

Ruedi Mäder
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Bahnhof

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Das zweitägige Fest zur Einweihung des Bahnhofneubaus in Aarau ist verrauscht – und die SBB nehmen die nächsten Projekte ins Visier. «Im Lauf der nächsten sechs Jahre investieren wir rund 500 Millionen Franken in das Portfolio Bahnhöfe», bestätigte SBB-Sprecher Christian Ginsig gegenüber der az. In den Jahren 2009 und 2010 haben die SBB kumuliert rund 150 Millionen Franken in ihre Bahnhöfe gesteckt. Beide Bahnhofkategorien, «RailCity» und «Mehr Bahnhof», sollen weiter aufgewertet werden. Neben den Vorhaben in Baden und Solothurn stehen grössere Projekte in den «RailCities» Zürich und Basel auf dem Programm der SBB-Immobilien bewirtschaftet.

Heisse Schiene für Detailhändler

Der öffentliche Verkehr wächst nachhaltig und die Pendlerströme steigen. Diese Entwicklung trägt massgeblich dazu bei, dass zentral gelegene Bahnhöfe als Standort für die filialisierten Detailhändler unverzichtbar werden. Allein die täglichen Frequenzen der Pendler und Reisenden im Hauptbahnhof Zürich werden mittlerweile auf gegen 350000 geschätzt. Der Umsatz der Geschäfte in allen neun «RailCities» zusammen dürfte auch im laufenden Jahr bei deutlich über einer Milliarde Franken liegen. Wachstumsambitionen hat neben Migros, Coop & Co. auch der einstige Convenience-Pionier Aperto, der an einem Comeback arbeitet.