Urdorf
Rotes Kreuz wirbt mit Plakatkampage für seine Dienstleistungen

Eine Plakatkampagne des Schweizerischen Roten Kreuzes zeigt, was Freiwillige im Kanton Zürich leisten. Eine der Abgebildeten ist Rita Gruber aus Urdorf.

Andrea Heller
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Rita Gruber ist eine von 2300 freiwilligen Helfern.zvg

Rita Gruber ist eine von 2300 freiwilligen Helfern.zvg

Gemeinsam die Schulaufgaben erledigen, Spiele machen und einkaufen. Dabei die Deutschkenntnisse verbessern. So sieht der Montagabend jeweils bei der Urdorferin Rita Gruber aus. Sie engagiert sich als freiwillige Mitarbeiterin für das Schweizerische Rote Kreuz Kanton Zürich (SRK). Zehn Kinder und Jugendliche nehmen am «Sprachtreff» im Familienzentrum Schlieren teil und werden von Gruber und weiteren freiwilligen SRK- Mitarbeitern betreut.

Ziel des Sprachtreffs sei es, den fremdsprachigen Kindern die Möglichkeit zu geben ihre Deutschkenntnisse zu verbessern und etwas von der Schweizer Kultur zu lernen, sagt Anita Ruchti, Medienverantwortliche des SRK Kanton Zürich.

153000 Stunden Freiwilligenarbeit

Im SRK Kanton Zürich sind 2300 Freiwillige tätig. Gemeinsam leisteten sie im Jahr 2011 einen unentgeltlichen Einsatz von 153000 Stunden. Dies entspricht in Form von Zeitspenden umgerechnet 4.6 Millionen Franken. In ihrer neuen Plakatkampagne stellt das SRK nun 16 Freiwillige und Mitarbeiter vor und zeigt auf, was sie in ihren jeweiligen Wirkungskreisen leisten. Oft nehme man die Arbeit des SRK nur auf der internationalen und nicht auf der kantonalen Ebene wahr, so Ruchti. Ziel sei es daher zu zeigen, welche Personen hinter dem SRK Kanton Zürich stecken. Die Plakate, die jeweils ein gezeichnetes Porträt der Freiwilligen zeigen, hängen während der Sommerferien im ganzen Kanton Zürich.

Auch im Limmattal sind die SRK- Plakate an verschiedenen Stellen sichtbar. Darunter das von Rita Gruber. Sie finde die Kampagne eine gute Sache, sagt sie. Zudem führe die Kampagne vielleicht dazu, dass sich noch mehr Freiwillige beim Sprachtreff Schlieren engagieren, dem es momentan an Mitarbeitern fehle, so Gruber. Sie selber engagiert sich seit mehreren Jahren für das Rote Kreuz. Zu Beginn ihres sozialen Engagements unterstützte sie das SRK- Integrationsprojekt «Mitten unter uns» (siehe Kasten). An ihrer neuen Aufgabe im Sprachtreff gefällt Gruber vor allem der Umgang mit den Kindern.

«Sprache ist der Schlüssel zur Integration». So lautet die Botschaft, mit der Rita Gruber auf ihrem SRK- Plakat wirbt. «Viele fremdsprachige Kinder besuchen eine Schulklasse, in der es kaum Schweizer Kinder hat», sagt sie. «Auch Schweizer Freunde haben die Kinder kaum. So weisen sie sprachliche Defizite auf.» Der Sprachtreff gebe den Kindern die Möglichkeit, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. «Das Schönste ist immer wieder, wenn die Kinder verschiedenster Herkunft friedlich miteinander um den Tisch sitzen und spielen», sagt Gruber.

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