langenthal.belebt
Rockstars auf dem Wuhrplatz in Langenthal

Von Donnerstag bis Sonntag wurde der Wuhrplatz zum Openair-Schauplatz. Am Freitagabend spielten Schülerbands und begeisterten das Publikum in Langenthal.

Karin Iseli-Trösch
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Leonora (links) mit ihrer Schülerband.

Leonora (links) mit ihrer Schülerband.

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«Also ich würde schon mal gerne bei einer Talentshow wie ‹Deutschland sucht den Superstar› mitmachen. Das wäre toll!» Leonora Gachi aus Lotzwil strahlt vor Freude über den gelungen Auftritt auf der Wuhrplatz-Bühne. Die Siebtklässlerin des Schulhauses Kreuzfeld 4 ist umringt von ihren Freundinnen. Beim Wort DSDS klatschen diese begeistert in die Hände.

Ein Mädchen ruft: «Ja mach das! Ich würde ganz bestimmt 1000 Mal für dich anrufen!» Gerührt von so vielen Vorschusslorbeeren blick Leonora etwas verlegen zur Bühne, wo sich bereits die nächste Schülerband für ihren Auftritt parat macht.

Freitag ist Rocktag

Seit vergangenem Sommer haben Leonora und ihre acht Band-Kollegen im Rahmen eines Freifaches der Schule zusammen geprobt – unter der Leitung von Musiklehrer Christoph Weber. Dieser war einer der Organisatoren von langenthal.belebt, einem Musik-Projekt verschiedener Schulen aus Langenthal und Umgebung.

Von vergangenem Donnerstag bis Sonntag wurde der Wuhrplatz zum Openair-Schauplatz. Während am Donnerstag Schüler der Musikschule Langenthal ihr Können zum Besten gaben, stand am Samstag das Kadettenkorps aus Huttwil auf der Bühne. Der Sonntagmorgen gehörte verschiedenen Kinderchören.

Am Freitagabend war Rock angesagt. Lieder von namhaften Grössen aus dem Musikgeschäft wie Lady Gaga, Bon Jovi oder AC/DC schallten an diesem Abend über den Platz – interpretiert von sieben Schülerbands. Christoph Weber, der für den Freitagabend verantwortlich war, zeigte sich äusserst zufrieden mit der Leistung der Nachwuchsinterpreten: «Ich finde es einfach Klasse, mit welchem Engagement die Teenies dabei sind!

Und sie machen ihre Sache wirklich gut.» Im Vergleich zu früher sei die Qualität von Schülerbands eindeutig gestiegen. Er führt dies darauf zurück, dass heute Band-Instrumente, wie etwa eine E-Gitarre oder ein Keyboard an jeder Musikschule unterrichtet würden. «Früher wäre das niemandem in den Sinn gekommen.»

Gäste aus Kleindietwil

Als Gäste durften zwei Bands aus Kleindietwil den Abend eröffnen. Unter der Leitung von Lehrer Roman Heiniger hatten diese nicht nur Stücke aus den Top Ten der Hitparade eingeübt, sondern auch solche, die bereits vor über 30 Jahren am Radio zu hören waren. Bei der ersten Band des Abends fiel vor allem eines auf: Sowohl die Musiker wie auch die Sängerinnen spielten und sangen alles auswendig.

Die Zeit auf der Bühne war aus der Sicht von Leonora viel zu kurz. Sie findet es ein wenig schade, dass dieses Konzert das einzige bleiben wird, an welchem die Band auftreten darf. Bereut es aber dennoch keineswegs, so lange und intensiv mit der Band geprobt zu haben.

«Die Erfahrung war einfach super. Falls es mir die Zeit und das Lernen erlaubt, werde ich im nächsten Schuljahr ganz bestimmt wieder dieses Freifach wählen.» Und eines ist sicher: So rasch wird der Auftritt von Leonora und ihren Freunden nicht in Vergessenheit geraten. Dafür sorgen die zahlreichen iPhone-Kameras, die während des Auftritts auf die Teenies gerichtet waren.