Dominic Lüthard
Rechtsextremer will in Schulbehörde

Dominic Lüthard geht in Roggwil mit unverfänglichem Werbematerial auf Stimmenfang. Der PNOS-Aktivist hats aber faustdick hinter den Ohren.

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az Langenthaler Tagblatt

Dominic Lüthard gibt den aufrechten Schweizer: Er ist ein treuer Mitarbeiter, engagiert sich im Tennisclub, ist ein fürsorglicher Vater und musiziert in einer Band. So präsentiert er sich den Roggwilern als Kandidat für die Bildungskommission.

«Mulattenbrut» und «Rassenschande»

In der Tat, Lüthard spielt in einer Band. Sie heisst «Indiziert» und besingt die «reine Schweiz», die von der «fremden Brut» befreit werden muss.

Die Primitivo-Poeten lassen sich in ihren Texten über «Mulattenbrut» und die «Rassenschande» aus. Die «patriotische Band» scheint ein geradezu obsessives Problem mit Dönern zu haben und wünscht sich unter anderem «Homos an den Nordpol».

Lüthard machte in der Vergangenheit immer wieder von sich reden. Das Aushängeschild der rechtsextremen Partei PNOS war in Prügeleien verwickelt, bezeichnete die schwarze Miss Schweiz Whitney Toyloy als «Geschwür» und schwang erst kürzlich in Langenthal bei der Anti-Minarett-Demo eine Rede für die dort anwesenden Glatzköpfe. (cbk)