Bildung
Primarlehrer werden nicht wie geplant entlastet

Die Zürcher Primarschüler erhalten bis auf Weiteres zwei Zeugnisse pro Jahr. Der Zürcher Bildungsrat rückt damit von seinem eigenen Beschluss ab. Grund ist die bürgerliche Opposition gegen den «Qualitätsabbau».

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Im kommenden Jahr bleibe es bei der bisherigen Anzahl von Zeugnissen und Gesprächen.

Im kommenden Jahr bleibe es bei der bisherigen Anzahl von Zeugnissen und Gesprächen.

Im März diesen Jahres entschied der Bildungsrat, dass Primarschülerinnen und Primarschüler der 2. bis zur 5. Klasse nur noch ein Zeugnis am Ende des Schuljahres erhalten sollen. Zudem sollte für den Kindergarten und die 1. Klasse jährlich nur noch ein Elterngespräch stattfinden.

Wie der Bildungsrat am Freitag mitteilte, wird er diese Änderungen nun aber bis auf Weiteres nicht umsetzen. Im kommenden Jahr bleibe es bei der bisherigen Anzahl von Zeugnissen und Gesprächen.

Grund ist die Parlamentarische Initiative (PI) «Kein Qualitätsabbau in der Volksschule», die von SVP, FDP und CVP im Kantonsrat eingereicht wurde. Die Bürgerlichen fordern, dass die Schüler weiterhin zwei Zeugnisse erhalten. Über die Anzahl Lehrergespräche im Kindergarten und in der 1. Klasse macht die PI hingegen keine Aussagen.

Bildungsrat wartet Kantonsratsentscheid ab

Weil der Vorstoss im Kantonsrat breit abgestützt ist, rechnet der Bildungsrat nun mit einer vorläufigen Überweisung - und mit einer dadurch entstehenden Rechtsunsicherheit. Die Inkraftsetzung des Entlastungsprogrammes für Primarlehrer werde deshalb ausgesetzt.

Sobald der Kantonsrat über die PI entschieden hat, wird der Bildungsrat die Lage neu beurteilen. Änderungen seien dann frühestens auf das Schuljahr 2013/2014 möglich.