Pferdezucht
Pferdezucht und Ausbildungsanlage auf 16'000 Quadratmetern

Ende Oktober sollen die Bauarbeiten in Walliswil-Bipp für die Pferdezucht im Güschel beginnen. Publikumsintensive Veranstaltungen wird es dort zwar nicht geben, aber Arbeitsplätze werden geschaffen.

Ralph Möll
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Güschel, Strassenschild, Walliswil-Bipp

Güschel, Strassenschild, Walliswil-Bipp

Solothurner Zeitung

Die geplante Pferdezucht und Ausbildungsanlage Güschel in Walliswil bei Niederbipp könnte in weniger als einem Jahr Realität werden. Bis zum 24. Oktober liegt das Baugesuch auf der Gemeindeverwaltung zur Einsichtnahme auf. Bauherr Walter Brigger hat Grosses vor in Walliswil. Auf dem 16000 Quadratmeter umfassenden Areal will er ein Ausbildungszentrum bauen. Geplant sind Stallungen sowie eine Ausbildungshalle. Ausserdem will Walter Brigger auch ein Wohnhaus errichten. In der Überbauungsordnung ist unter anderem auch ein Reitplatz vorgesehen. Dieser wird vorerst jedoch nicht realisiert

Im Juni 2010 präsentiert

Über ein Jahr ist es her, seit das Projekt der Bevölkerung vorgestellt worden ist. Anlässlich der Rechnungsgemeindeversammlung 2010 nahmen die Einwohner erstmals Kenntnis von der grossen Überbauung. Von Anfang an standen sie dem Projekt positiv gegenüber. Dies demonstrierten die Walliswiler ein Jahr später, als sie der Überbauungsordnung «Pferdezucht und Ausbildungsanlage Güschel» und damit der Umzonung des Areals von der Landwirtschafts- in eine Sonderzone für Pferdezucht zustimmten.

An der ursprünglichen Überbauung hat sich seit der ersten Präsentation nichts geändert. «Das ist 1 zu 1 das Projekt, das wir der Bevölkerung im Juni 2010 vorgestellt hatten», sagt Walter Brigger auf Anfrage. Walter Brigger, 1960 im Wallis geboren und heute in Pfäffikon SZ zu Hause, will die Anlage gemeinsam mit seiner Lebenspartnerin Claudia Stadelmann betreiben.

Die Stimmung, sowohl in der Bevölkerung als auch bei den Behörden, beurteilt Walter Brigger als «sehr konstruktiv und kooperativ». Bis jetzt habe sich niemand gegen das Projekt ausgesprochen, was ihm Mut für die Umsetzung seiner Pläne mache. «Läuft alles rund, werden wir unmittelbar nach der Auflage des Baugesuchs loslegen.» Die Bauzeit dürfte rund neun Monate dauern, so dass die Anlage im kommenden Sommer in Betrieb genommen werden könnte.

Walter Brigger betont, dass in seiner Anlage nur gezüchtet und ausgebildet werde. «Publikumsintensive Sportveranstaltungen sind explizit ausgeschlossen. Wir sind weder darauf ausgerichtet noch bieten die geografischen Gegebenheiten Gelgenheit dazu.» Ziemlich sicher ist jedoch, dass in Walliswil Arbeitsplätze entstehen werden. «Wie viele das sein werden, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt aber unmöglich sagen», erklärt Walter Brigger.

Freude bei den Behörden

Von offizieller Seite ist man froh, dass der Bau der Anlage demnächst in Angriff genommen wird. Gemeindepräsidentin Christina Stampfli bestätigt auf Anfrage, dass die bisherige Situation unbefriedigend gewesen sei. Auf dem Areal befand sich ursprünglich eine Kälbermast, die später zur Hühnerfarm umfunktioniert und zuletzt als Ranch mit Pferden und Kamelen betrieben worden war. Allerdings war die Anlage im Prinzip nicht mehr tragbar. Sie verstiess nämlich gegen Vorgaben des Gewässerschutzes und des Tierschutzes. Von offizieller Seite sei aber nichts mehr unternommen worden, weil mit Walter Briggers Projekt eine baldige Änderung der Situation in Aussicht stand.

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