Franz Hagenbuch
Papp-Figur Olga soll Grossrats-Kandidat beim Denken helfen

Vom Kuhstall ins Kantonsparlament: Bauer Franz Hagenbuch – bekannt auch durch die Doku-Soap «Alltag» – kandidiert auf der Liste der CVP für den Grossen Rat. Im Wahlkampf mit dabei ist Papp-Figur Olga.

Merken
Drucken
Teilen

Gegenüber dem Fernsehsender Tele M1 beklagt der Landwirt, dass nicht mehr die Sach-Themen im Mittelpunkt stünden, sondern vielmehr Personen und Köpfe. «Es ist ein Schlagabtausch und Lösungen zu erarbeiten - hat man das Gefühl - ist sekundär. Das nervt mich sehr», sagt Hagenbuch.

Die nötige Prominenz hätte der 51-Jährige aus Rottenschwil allemal. 2005 trat er in der Doku-Soap «Alltag» auf. Während neun Monaten gab der damalige Gemeindeammann einen Einblick in seinen Alltag als Familienvater, Bauer und Politiker. Noch heute werde er darauf angesprochen, erzählt Hagenbuch.

Mit Humor in den Wahlkampf

Jetzt will er auf kantonaler Ebene etwas bewegen. In seinem Beruf sei langfristiges und vernetztes Denken wichtig. Dieses will er nun in den Grossen Rat bringen. Ein Thema: Das Wirtschafts-Wachstum. Dieses sei zwar erfreulich, habe aber auch Schattenseiten. «Es ist nicht ehrlich, wenn Leute mit allen Mitteln das Wachstum ankurbeln und Firmen ansiedeln wollen und gleichzeitig jammern, wenn fremde Leute dann hierher arbeiten kommen. Das ist vorher schon klar», sagt Hagenbuch.

Trotz der ernsten Themen - in seinem Wahlkampf soll auch der Humor nicht zu kurz kommen. Darum ist die Pappmasché-Figur «Olga» während dem Wahlkampf als Helferin und Maskottchen mit dabei. Die Figur helfe ihm beim Denken, sagt der Landwirt. Vielen Leute fehle heute die Zeit dazu, auch ihm ab und zu. Aber nicht Olga: «Ihre Stärke ist, dass sie einfach da sitzt und Zeit hat. Sie hat Zeit zum Denken und gibt mir Impulse und Hinweise.»