Strassenbau
Oberlandautobahn: Regierungsrat will bewilligungsfähige Variante

Voraussichtlich am 1. Januar 2014 wird der Bund die Verantwortung für die A53 im Zürcher Oberland übernehmen. Der Regierungsrat will die bis dahin verbleibende Zeit nutzen und bis Ende 2013 «mindestens eine bewilligungsfähige Variante» für den geplanten Lückenschluss ausarbeiten.

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Oberlandautobahn: Regierungsrat will bewilligungsfähige Variante (Archiv)

Oberlandautobahn: Regierungsrat will bewilligungsfähige Variante (Archiv)

Keystone

Das Bundesgericht hatte im Juni Beschwerden gegen das Projekt zur Lückenschliessung zwischen dem Anschluss Uster-Ost und dem Kreisel Betzholz zwischen Hinwil und Bubikon gutgeheissen. Laut Gericht ist das Vorhaben mit dem Schutz von Moorlandschaften unvereinbar. Das Projekt wurde darauf zur Neubeurteilung an den Zürcher Regierungsrat zurückgeschickt.

Gemäss Netzbeschluss ist ab 2014 der Bund für die A53 verantwortlich. Der Regierungsrat will deshalb noch vorher eine neue Variante ausarbeiten, wie er am Donnerstag mitteilte. Dies soll in engem Kontakt zu den Standortgemeinden und zum Bundesamt für Strassen (ASTRA) erfolgen. Ziel ist es, die bestehende Lücke der A53 mit einer vierspurigen Hochleistungsstrasse zu schliessen.

Im Vordergrund steht dabei die Anbindung an die Forchstrasse im Gebiet von Ottikon. Sie soll soweit als möglich in einem Tunnel verlaufen. Diese Ersatzvariante wurde 2007 aus dem Richtplan gestrichen. Deshalb könne man auf Vorarbeiten zurückgreifen, schreibt der Regierungsrat.

Nicht abschliessend beurteilt hat das Bundesgericht in seinem Urteil den Halbanschluss Wetzikon Ost. Dieser tangiert ebenfalls die geschützte Moorlandschaft. Um die Chancen für ein neues Projekt nicht zu gefährden, will der Regierungsrat nun prüfen, ob der Anschluss zwingend notwendig ist. Auch eine Umsetzung in Etappen ist laut Mitteilung denkbar.