Basler Wahlen
Nur 78 Stimmen: Das ist der schlechteste Grossrats-Kandidat

Lukas Remo Michel kandidierte für die Eidgenössisch-Demokratische Union Basel-Stadt für den Grossen Rat. Das Resultat ist eine Enttäuschung: Nur 78 Mal landete sein Name auf einem Wahlzettel. Trotzdem will sich Michel nicht entmutigen lassen.

Nadine Böni
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Lukas Michel wird das Basler Rathaus auch künftig hauptsächlich von aussen sehen

Lukas Michel wird das Basler Rathaus auch künftig hauptsächlich von aussen sehen

Nicole Nars-Zimmer / zvg

Enttäuscht sei er schon, traurig aber nicht, sagt Lukas Remo Michel. Er ist der stimmenmässig schlechteste Grossratskandidat. Nur 78 Wähler haben den Namen des EDU-Politikers auf die Liste gesetzt. Obwohl er eine Wahl für unwahrscheinlich gehalten hatte, war Michel gestern im Basler Kongresszentrum unterwegs und beobachtete dort die Wahl.

Für einen wie ihn bringt das allerdings wenig: «Die Kandidaten mit den wenigsten Stimmen werden unter Verschiedene angezeigt», weiss Michel. Erst zu Hause übers Internet bekam er schliesslich sein persönliches Resultat geliefert. Zufrieden war er mit dem Ergebnis nicht.

«Werde mich nicht entmutigen lassen»

«Wahrscheinlich liegt es am Wahlkreis», vermutet Michel den Grund für sein enttäuschendes Abschneiden. In früheren Jahren kandidierte er bereits für den Nationalrat und den Grossrat, damals in Wahlkreis Grossbasel West. Und damals erhielt er auch mehr Stimmen. Jetzt aber opferte er sich für seine Partei. «Wir hatten im Kleinbasel zu wenige Kandidaten. Deshalb kandidierte ich dort», sagt Michel.

Ob er das in Zukunft auch wieder tun würde, ist noch offen. Wieder zu kandidieren, das kann er sich aber vorstellen: «Ich werde mich auch von diesem Resultat nicht entmutigen lassen.»